Eine Frau, vielleicht die Mutter, soll ihr Kind aus dem Fenster eines oberen Stockwerks gehalten und einem Retter zugeworfen haben. Die Wohnung hinter ihr war voller Rauch. Was dann in der Nach auf Montag an der Wengistrasse 40 in Solothurn geschehen ist, darüber herrscht Unklarheit.

TeleM1 hat einen Augenzeugen interviewt, der davon sprach, ein Baby habe diese Rettungsaktion nicht überlebt, weil der Mann es nicht habe auffangen können. Die Kantonspolizei Solothurn nimmt zu dieser Version erst keine Stellung.

Am Dienstag sagt Mediensprecher Bruno Gribi auf Anfrage dann aber: "Ich kann bestätigen, dass vor der Brandliegenschaft ein verletztes Baby lag. Dieses wurde unverzüglich medizinisch betreut und anschliessend in ein Spital gebracht. Alles weitere ist Gegenstand der laufenden Untersuchungen."

Auch über die Identität der Opfer sagt die Polizei nichts. Nur so viel: 6 Tote, darunter Kinder, 4 Schwerverletzte im Spital.

Verzweifelt: Mutter wirft Baby aus Fenster – direkt in den Tod?

Verzweifelt: Mutter wirft Baby aus Fenster – direkt in den Tod?

Gemäss eines Augenzeugen hat eine Mutter beim tragischen Feuerdrama in Solothurn ihr Kind aus dem Fenster geworfen. Der Mann konnte das Kind aber angeblich nicht auffangen.

Unklar ist, ob es sich beim oben erwähnten Baby um das Kleinkind handelt, um das es in der nächsten Zeugenaussage geht.

Andere Medien zitieren nämlich den Nachbarn Abdul ­K. Dieser will zum Brandhaus gekommen sein und gesehen haben, wie eine Frau im dritten Stock mit einem Kind am Fenster stand. Viel Rauch in der Wohnung. Sie habe ihm zugerufen, er solle das Kind auffangen. Der 21-Jährige habe das Kind auffangen können. Durch die Wucht habe es den Boden berührt. Viel passiert sei aber nicht. Das Kind habe nicht geblutet, so der Retter. Danach habe der Junge erbrechen müssen und wurde von der Polizei übernommen. Was dann mit dem Kind geschah, weiss der Nachbar nicht. 

Die Mutter soll dann aus dem Fenster gesprungen sein. Was mit ihr passierte ist ebenfalls nicht klar. Hat sie überlebt? Ist sie verletzt?

Die Solothurner Kantonspolizei bestätigt nur, dass es diese Situation gegeben habe. Gegenüber Blick.ch sagt Sprecher Andreas Mock: «Die Situation, dass eine Mutter ihr Kleinkind aus dem Fenster geworfen hat und dann nachgesprungen ist, ist uns ­bekannt. Wir sind gerade daran, den Vorfall zu rekonstruieren.»