Ausstellung

Rendezvous zwischen Disteli und Miville im Kunstmuseum Olten

Stiftungsgründer Heinrich Thommen erläutert die Ausstellung "Rendezvous" im Kunstmuseum Olten.

Stiftungsgründer Heinrich Thommen erläutert die Ausstellung "Rendezvous" im Kunstmuseum Olten.

Die Stiftung für Kunst des 19. Jahrhunderts feiert ihr 30-jähriges Bestehen mit einer Ausstellung im Kunstmuseum Olten.

Vor Dreissig Jahren wurde die Stiftung für Kunst des 19. Jahrhunderts in Olten ins Leben gerufen. Anlass dazu gab der Kunstsammler Heinrich Thommen aus Binningen, der rund 500 Zeichnungen, Druckgrafiken und Gemälde aus dem 19. Jahrhundert in Form einer Stiftung dem Kunstmuseum Olten übergeben hat. Olten wurde damals ausgewählt, weil das Kunstmuseum mit rund tausend Martin Disteli-Werken (1802–1844) bereits ein einzigartiges Ensemble aus dem 19. Jahrhundert besitzt.

Mit dem Zuwachs aus der Stiftung wurde das künstlerische Schaffen der schweizerischen, deutschen und österreichischen Zeitgenossen Distelis grosszügig erweitert und markant akzentuiert. Ursprünglich im Kunstmuseum beheimatet, dislozierte die Stiftung 1997 mit ihren Beständen zunächst ins Disteli-Haus an der Aarburgerstrasse und war ab 2010 im Haus der Oltner Bürgergemeinde an der Frohburgstrasse untergebracht. Nun kehrt sie wieder zurück ins Museum und kann hier das ehemalige Direktionsbüro im 1. Stock beziehen.

Das 19. Jahrhundert – eine Zeit des Umbruchs

Anlässlich der Rückkehr und zum Jubiläum zeigt nun das Kunstmuseum die Ausstellung «Rendezvous» mit Schätzen aus der Stiftungsbesitz und Beständen aus dem Kunstmuseum. Die Konservatorin der Stiftung, Katja Herlach, gleichzeitig Co-Leiterin des Kunstmuseums Olten, hat diese Ausstellung konzipiert und thematisch gehängt. Zu sehen sind Landschaften, Historienmalerei und politische Karikaturen, Motive aus Religion und Porträts. Es gibt Gemälde, Drucke und auch Buchillustrationen. Unter den Künstlern sind Namen wie Frank Buchser, Martin Disteli, Honoré Daumier, Otto Fröhlicher, Jakob Christoph Miville, Franz Pforr, Ludwig Vogel und viele andere mehr zu entdecken. Die Kunst des 19. Jahrhunderts war geprägt vom Bürgertum, welches sich anschickte, dem Adel die Vormachtstellung in der Gesellschaft abspenstig zu machen. Es war eine Zeit des Umbruchs nach der Französischen Revolution; nationale und religiöse Strömungen, politische Fragen sowie die alles verklärende Romantik in all ihren Schattierungen beschäftigten die Künstler.

Der Stiftungsgründer selbst, Heinrich Thommen, führte zum tatsächlichen Geburtstag der Stiftung, am 5. Februar, die Mitglieder des Freundesvereins für die Stiftung durch die Ausstellung und verwies auf einige Besonderheiten und Kostbarkeiten. Die Stiftungspräsidentin, Marie-Therese Bätschmann betonte, dass in absehbarer Zeit die Sammlung auch online zugänglich gemacht werde. Dies erleichterte auch die wissenschaftliche Forschung der Bestände, die eine nationale Bedeutung haben.

Hinweis:
«Rendezvous» Kunstmuseum Olten. Bis 26. April. www.kunstmuseumolten.ch

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