Vernehmlassung

Regierung schlägt vor, die Schlachtmethode bei Fleisch klar zu deklarieren

Importiertes Halalfleisch soll künftig immer deklariert werden müssen, dasselbe gilt für Koscherfleisch. Heute besteht eine eingeschränkte Informationspflicht.

Importiertes Halalfleisch soll künftig immer deklariert werden müssen, dasselbe gilt für Koscherfleisch. Heute besteht eine eingeschränkte Informationspflicht.

Halal- und Koscherfleisch, welches unter begünstigten Zolltarifen eingeführt wurde, soll überall entsprechend deklariert werden Der Regierungsrat begrüsst diesen Vorschlag des Bundes und schlägt in einem weiteren Schritt eine generelle Angabe der Schlachtmethode bei Fleisch vor.

In der Schweiz dürfen Wirbeltiere und Panzerkrebse nur unter Betäubung getötet werden (Schächtverbot). Die Einfuhr von Fleisch von geschächteten Tieren ist jedoch zulässig. Spezifische Zollkontingente mit tieferem Zolltarif begünstigen die Einfuhr von Halal- und Koscherfleisch durch die islamische bzw. jüdische Glaubensgemeinschaft.

In Umsetzung einer parlamentarischen Initiative will der Bund, dass eingeführtes Halal- und Koscherfleisch auf allen Verkaufsstufen entsprechend deklariert werden muss. Dazu schlägt er eine Änderung des Landwirtschaftsgesetztes vor. Aktuell ist die Deklaration nur auf der ersten Verkaufsstufe vorgeschrieben.

Der Regierungsrat begrüsst eine klare Deklaration grundsätzlich, wie es in einer Mitteilung heisst. Die vom Bund verfolgte Lösung erachtet er allerdings nicht als zielführend, weil sie den Grundzügen des Lebensmittelrechtes widerspricht. (sks)

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