Coronavirus

Quarantäne für Partygänger endete am Mittwoch – Kanton will Contact Tracing stärken

Der Kanton Solothurn sucht per Stelleninserat nach einer neuen Kraft.

Der Kanton Solothurn sucht per Stelleninserat nach einer neuen Kraft.

Die Quarantäne-Massnahmen für die Personen aus Olten und Grenchen sind seit Mittwoch aufgehoben. Der Kanton sucht derweil per Inserat eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter für das Team Contact Tracing.

Gesucht: «Eine kompetente und belastbare Persönlichkeit mit Grundausbildung im kaufmännischen und/oder medizinischen Bereich. Flair für interdisziplinäre Zusammenarbeit, Kontakt- und Kommunikationsfreudigkeit und hohe Eigenverantwortung.»

So heisst es im Stelleninserat, welches der Kanton im Amtsblatt vom 3. Juli erscheinen liess. Das angebotene Pensum im Contact Tracing beträgt 50 bis 70 Prozent. Die Stelle kann per sofort oder nach Vereinbarung angetreten werden. Es wartet unter anderem ein «motiviertes und kompetentes Arbeitsumfeld». 

Mitarbeitende der Kantonspolizei helfen bei Hotline

Haben die beiden letzte Woche aufgetauchten grossen Quarantäne-Fälle in Olten und Grenchen diesen Schritt nötig gemacht? Bisher hatte das Gesundheitsamt stets betont, einen grossen Pool an Personen zu Verfügung zu haben, die das Kernteam bei Bedarf unterstützen können. Bereits am Donnerstag war entschieden worden, das drei Personen umfassende Kernteam mit drei weiteren Mitarbeitenden zu stärken. Das war auch nötig bei mittlerweile über 350 Personen in Quarantäne. Und da fehlten die 280 aus dem Raum Grenchen noch.

In der Zwischenzeit wurden acht Mitarbeitende der Kantonspolizei Solothurn für die Hotline für alle Fragen rund um Veranstaltungen aufgeboten. «Diese Entlastung ermöglicht es dem Contact Tracing-Team, seine Kernaufgabe wahrzunehmen», erklärt Kantonsarzt Lukas Fenner auf Anfrage.

Beim Gesundheitsamt heisst es weiter, dass die Stellenausschreibung nicht im Zusammenhang mit diesen Quarantänefällen in Olten und Grenchen stehe. Die Stellenausschreibung sei vielmehr «Ausdruck des Willens, das Contact-Tracing im Kanton Solothurn weiter zu stärken». «Mittelfristig stehen für das Contact Tracing im Kanton Solothurn fünf Vollzeitstellen Tracing im Einsatz», so Fenner. Das Kernteam bestehe aus drei Personen und zirka 250 Stellenprozent. In einem erweiterten Team würden weitere fünf Personen aus verschiedenen Bereichen der Verwaltung mit insgesamt zirka 150 Stellenprozenten sowie ein Reservepool von 20 Personen, die situativ aufgeboten werden können, zur Verfügung stehen.

Quarantäne für Parygänger endet

Sie alle haben es derzeit mit 18 Personen, die sich in Isolation befinden, und 656 Personen in Quarantäne zu tun. Ab Mittwoch sollten alle Personen, die nach den Partys, Bar-, Restaurant- und Clubbesuchen in Olten und Grenchen am 27.Juni vom Kantonsarzt unter Quarantäne gestellt wurden, davon befreit werden. Für sie alle wird die Massnahme zehn Tage nach dem «Partyabend», an dem sie womöglich mit einer infizierten Person Kontakt hatten, aufgehoben. «Die Isolationsmassnahme der infizierten Person in Grenchen endet frühestens am 7. Juli 2020, sofern die betreffende Person zu diesem Zeitpunkt bereits 48 Stunden symptomfrei ist», liess Lukas Fenner am Dienstag verlauten.

Seit Montag, als bekannt wurde, dass eine Person nach der Party in Grenchen positiv auf das Coronavirus getestet wurde, sind keine neuen Fälle dazugekommen. Auch im Oltner Quarantäne-Fall nicht, wie es von Seiten des Kantons heisst. 

Voraussichtlich am Donnerstag will der Kanton eine Bilanz ziehen. (ldu)

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