Kantonspolizei Solothurn

Polizist soll auf Haus der Nachbarin geschossen haben – Untersuchung ist eingeleitet

Weil der Polizist wohl nicht nur im Schiesstraining geschossen hat, wird er wegen Widerhandlung gegen das Waffengesetz beschuldigt. (Symbolbild)

Weil der Polizist wohl nicht nur im Schiesstraining geschossen hat, wird er wegen Widerhandlung gegen das Waffengesetz beschuldigt. (Symbolbild)

Ein Polizist der Kantonspolizei Solothurn wird beschuldigt, in seiner Freizeit auf das Haus seiner Nachbarin geschossen zu haben.

Die Staatsanwaltschaft Solothurn führt eine Strafuntersuchung gegen einen Kantonspolizisten. Der 49-jährige Mann soll in der Freizeit an seinem Wohnort Starrkirch-Wil mit einem Kleinkalibergewehr auf das Haus einer Nachbarin geschossen haben. Die Kantonspolizei bestätigte gestern einen entsprechenden Bericht des Regionalfernsehsenders Tele M1.

Der Kantonspolizist sei bis zum Abschluss der Untersuchung in den Innendienst versetzt worden, hiess es bei der Polizei gestern Freitag. «Nachdem wir vom Vorfall Kenntnis erhalten haben, haben wir sofort reagiert», sagte Thomas Zuber, Kommandant der Kantonspolizei, gegenüber Tele M1.

Polizist: Auf Haus geschossen?

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Mit der Versetzung auf einen Büroposten habe er, so Zuber, einen «Mittelweg» gewählt. Denn beim Vorfall handle es sich «unbestritten» um keinen Unfall.
Andererseits sei die Verfehlung auch nicht so schwerwiegend, dass er eine sofortige Suspendierung oder Entlassung ins Auge habe fassen müssen, so der Polizeikommandant. Beim Polizisten handle es sich um einen ansonsten sehr gewissenhaften Mitarbeiter.

Der Vorfall ereignete sich bereits im Mai 2015. Die Strafuntersuchung gegen den Polizisten läuft wegen Sachbeschädigung, Widerhandlung gegen das Waffengesetz und wegen eventueller Gefährdung des Lebens. Ob der Mann bei der Kantonspolizei weiterbeschäftigt wird, hängt nicht zuletzt mit dem Ausgang der Untersuchung zusammen. (szr/sda)

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