Kantonspolizei Solothurn

Polizei stellt den Aareböötlern ein gutes Zeugnis aus – nur vereinzelt gab es Bussen

Aareböötler, die bei Solothurn das Leben geniessen.

Aareböötler, die bei Solothurn das Leben geniessen.

Auffällig viel Betrieb stellt die Polizei 2020 auf der Aare fest. Die meisten Wasserratten halten sich an die Regeln. Obwohl einige Bussen verteilt werden mussten: Die Solothurner Kantonspolizei zieht ein positives Fazit zu den sommerlichen Aktivitäten auf der Aare.

An gewissen heissen Tagen konnte man schon fast von Dichtestress auf der Aare reden. Tuber, Gummiboote, Kanufahrer und Stand Up Paddler genossen die Sonne und Freizeit auf dem Fluss. Auch die Polizei hat festgestellt, dass diesen Sommer «spürbar mehr Leute auf den Gewässern im Kanton Solothurn» unterwegs waren, wie es auf Anfrage bei der Kantonspolizei Solothurn heisst. Insbesondere auf der Aare seien in den vergangenen Monaten mehr Leute anzutreffen gewesen, so Pascal Studer, Leiter Sondergruppe Schifffahrt. Seit diesem Jahr seien aber auch die Angebote von SUP-Vermietern in der näheren Umgebung von Solothurn ausgebaut worden. 

Mehrmals pro Woche waren und sind Angehörige der Sondergruppe auf sämtlichen öffentlichen Gewässern im Kanton bzw. an deren Ufer unterwegs. Kontrolliert werden aber jeweils nicht nur die Boote und anderen Wassersportgeräte. Die Polizisten haben auch Bereiche wie Widerhandlungen gegen das Umweltschutzgesetz (z.B. Littering) und die Fischerei berücksichtigt. 

Die MS Biber, eines der Schiffe der Sondergruppe Schifffahrt, unterwegs auf der Aare. (Archiv)

Die MS Biber, eines der Schiffe der Sondergruppe Schifffahrt, unterwegs auf der Aare. (Archiv)

«Dient der Sicherheit»

Über die Anzahl kontrollierter Personen wird keine Statistik geführt. Nicht kommuniziert wird auch die Anzahl Bussen, die bisher ausgesprochen wurden. Pascal Studer hält aber grundsätzlich fest, dass den «Aareböötlern» auf dem Gebiet des Kantons Solothurns ein gutes Zeugnis ausgestellt werden kann. «Die meisten Leute verhalten sich korrekt und verantwortungsbewusst. Das freut uns und dient nicht zuletzt zu deren eigenen Sicherheit». 

Wenn Bussen ausgestellt wurden, dann am häufigsten aus dem Grund, weil bestimmte Ausrüstungsgegenstände und Rettungsgeräte nicht vorhanden waren. Bei den SUPs oder Kanus gehört das Ruder zur Ausrüstung. Bei Ruderbooten ist es ein Eimer, Tau und ein Notlicht.

Mit der Polizei auf Aare-Patrouille

Mit der Polizei auf Aare-Patrouille

Um Unfälle zu vermeiden, ist die Kantonspolizei Solothurn regelmässig auf dem Fluss unterwegs und führt Kontrollen durch. Wir waren bei der Aare-Tour dabei.

Auf die richtige Weste kommt es an

Es reicht aber nicht, einfach eine Weste dabei zu haben. Hier kommt es auf den richtigen Auftrieb drauf an. Auch das wird von der Polizei geahndet. «Wenn keine oder eine falsche Schwimmweste an Bord mitgeführt wird, dann sind wir dazu verpflichtet eine Ordnungsbusse auszustellen», meint der Leiter der Sondergruppe Schifffahrt. 50 Franken macht das. Damit nicht sofort ausgewassert werden muss, führt die MS Biber einige Schwimmwesten mit an Bord. Diese werden ausgeliehen, damit alle sicher an ihr Ziel gelangen.

Seltener hatte die Polizei etwas zu meckern, weil die Wassersportgeräte nicht korrekt angeschrieben waren. Name und Adresse sind vonnöten, eine Telefonnummer laut Vorschriften der Kantonspolizei zum Bootsverkehr optional. Dies gilt seit einigen Jahren und ist der Mehrheit wohlbekannt. 

Vereinzelt kommt es laut Pascal Studer vor, dass der Mindestabstand von 25 Metern zu Wasserpflanzen wie Schilf, Binsen und Seerosen nicht eingehalten wird. Dies wird ebenfalls mit einer Ordnungsbusse geahndet. 

Vermehrt wirkten die Beamten in diesem Sommer an verschiedenen Einwasserungstellen präventiv. «Konkret haben wir die Aarebenützer/-innen über die korrekte Ausrüstung aufgeklärt.»

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