Morgen Sonntag treffen die meisten Pfadiabteilungen aus dem Kanton Solothurn im freiburgischen Alterswil ein. Schon seit dem 4. Juli trotzen dort Dutzende von Freiwilligen dem garstigen Regenwetter und bereiten den Zeltplatz rund um den Leuchtturm vor, getreu dem Lagermotto «Volle Leuchtkraft voraus!».

Dieser Turm, der langsam in die Höhe wächst, wird das Zentrum der «Hafenstadt» bilden, in der sich Pfadfinderinnen und Pfadfinder aller Altersgruppen aus dem ganzen Kanton vom 13. bis zum 25. Juli treffen.

Zwar gab es 2007 ein kantonales Pfingstlager in Olten zur Feier des 100-Jahr-Jubiläums der weltweiten Pfadibewegung, aber das letzte Sommerlager aller Solothurner Abteilungen fand 2000 in Einsiedeln statt.

Über das damalige Wetter schweigt des Sängers Höflichkeit, gerüchteweise soll es aber doch an etwa 4 von 14 Tagen trocken gewesen sein. In Alterswil dürfte der Himmel langsam leer sein: Freie Bahn also für die Freiwilligen, um das ganze Lagerdorf bis morgen Sonntag fertig aufgebaut zu haben.

Bis zu dem Moment also, wo von Erlinsbach bis Kleinlützel 22 Pfadiabteilungen nach Alterswil aufbrechen, um dort ihre Zelte aufzuschlagen - sogar zwei ausserkantonale Abteilungen sowie finnische Pfadis nehmen teil.

1,2 Kilometer Wasserleitungen

Auf einer nassen Wiese im Sensebezirk, nicht am Meer am warmen Sandstrand, verbringen Dutzende von freiwilligen Helferinnen und Helfern ihre Ferien. Bereits stehen viele der geplanten Bauten, das Stromnetz liegt und es wurden 1,2 km Wasserleitungen verlegt. Damit sich der Landschaden in Grenzen hält und das Kala nicht im Schlamm versinkt, sind bereits Paletten an den neuralgischen Stellen verlegt.

Doch weder die strenge Arbeit noch die Kälte können die Stimmung unter den Aufbauhelferinnen und Aufbauhelfern nachhaltig trüben: Solange das Essen gut ist (und das ist es), bringt die Pfadis nichts aus der Ruhe, im Gegenteil, überall hört man Sprüche wie «Das liegende Kaltwasser haben wir schon, fehlt nur noch das fliessende Warmwasser», «So warm wie heute Morgen war es letztes Jahr an Weihnachten», oder «Das Ressort Programm wollte doch einen Strand, wo ist das Problem?»

Wasser spielt im Lager eine zentrale Rolle, denn die Lager-Geschichte handelt von der Seefahrt und den Leuchtturmwärtern Greti und Oski. Die Vorfreude auf das Kantonallager ist nicht nur bei den Helfern gross: Wer Lust auf mehr Seemannsgarn hat, findet unter www.kala14.org/medien/ das Bestellformular unserer lagereigenen Flaschenpost.