FDP Kanton Solothurn

«Person X» steht neben Nünlist für Ständerat bereit

Möchte bei den Ständeratswahlen für die FDP antreten: Kantonalpräsident Stefan Nünlist (57, Olten).bko

Möchte bei den Ständeratswahlen für die FDP antreten: Kantonalpräsident Stefan Nünlist (57, Olten).bko

Wer wird für die FDP in den Ständeratswahlkampf ziehen? Die Ambitionen von Präsident Stefan Nünlist sind bekannt. Doch es gibt eine «Person X». Am 24. April wird das Geheimnis gelüftet.

Seit vergangener Woche ist die Ausgangslage für die Ständeratswahlen einigermassen klar: Neben den Bisherigen Pirmin Bischof (CVP) und Roberto Zanetti (SP) bewerben sich SVP-Parteipräsident Christian Imark, der Grüne Felix Wettstein und FDP-Parteipräsident Stefan Nünlist um die beiden Solothurner Sitze im «Stöckli».


Dolch bei den Freisinnigen ist noch nicht alles in Stein gemeisselt. Nachdem Nünlist dieser Zeitung gegenüber schon Ende vergangener Woche sagte: «Selbstverständlich habe ich dafür gesorgt, dass jemand gegen mich antritt», bestätigt er nun auf Anfrage: «Ja, die Person X gibt es.» Um wen es sich dabei handelt, mag Nünlist nicht sagen. Nur so viel: «Wir haben vor Monaten eine Gruppe Personelles eingesetzt, die zahlreiche Gespräche mit Kandidatinnen und Kandidaten für mögliche Positionen geführt hat. Dabei haben wir eine Persönlichkeit gefunden, die interessiert und fähig wäre, in den Ständeratswahlkampf zu steigen.»


Ist die Kandidatur des Präsidenten also blosse Koketterie? «So eine Taktik wäre nicht gerade freisinnig», sagt Nünlist mit einem Augenzwinkern. Und betont seine Ambitionen, «als Fürsprech, Diplomat und Brückenbauer mit Erfahrung in Wirtschaft, Politik und Verwaltung, Solothurnerinnen und Solothurner im Ständerat zu vertreten und für sie und eine blühende, respektierte und innovative Schweiz zu kämpfen.»


Der Parteipräsident pokert mit der selbst organisierten Gegenkandidatur als höchster Funktionsträger der FDP hoch. Doch das ficht den Leiter der Swisscom-Unternehmenskommunikation nicht an. «Was wäre eine Delegiertenversammlung ohne Kampf und etwas Spektakel?», fragt Nünlist rhetorisch. Und verweist auf den Nominationsparteitag vom 24. April in Bellach. Just bis zu diesem Zeitpunkt ist es für die Ortsparteien möglich, Kandidaturen anzumelden.


Hand aufs Herz, Stefan Nünlist, wollen Sie wirklich Ständerat werden oder tun Sie es einfach der Partei zuliebe? «Beides», sagt er, «ich will es und bin auch überzeugt, dass der Solothurner Freisinn etwas zu sagen hat.» Zunächst in eigener Sache. Zaubert die FDP am Ende doch noch die einzige Frauenkandidatur aus dem Hut?

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