Persönlich
Freiheit, wem Freiheit gebührt

Was ein Mäuschen so alles mit einem anstellen kann. Im Traum und nach dem Erwachen.

Balz Bruder
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Ein Mäuschen ist ein Mäuschen. Und es hat die Freiheit verdient.

Ein Mäuschen ist ein Mäuschen. Und es hat die Freiheit verdient.

René Güttinger

Es ist ja durchaus nicht so, dass einem im Schlaf nicht Dinge passieren, die einem beim Erwachen etwas eigenartig anmuten. Ich denke dabei vor allem an Träume, die sich im Grenzbereich zur Realität abspielen – vorzugsweise kurz bevor der Wecker schrillt. Und entsprechende Fragen à la «Wie war das jetzt wirklich?» auslösen. Was recht unangenehm ist.

Etwas von dieser Art passierte mir jüngst an einem Samstagmorgen. Ich erzähle es hier, weil es tiefenpsychologisch uninteressant ist. Wobei ich erst zu diesem Schluss kam, nachdem ich den Grund meiner Halbschlaf-Erfahrung eruiert hatte. Auslöser war ein kleiner Nager, der sich in meinen Traum schlich und sowohl akustisch als auch praktisch eindrücklich in meinem Kopf beziehungsweise auf meinem Estrich wütete.

Bevor das Unheil allzu grosse Ausmasse annahm, wachte ich glücklicherweise auf. Und stellte fest, dass die Traumsequenz durchaus real war. Jedenfalls setzte sich der kleine Tumult fort und erinnerte mich daran, dass ich vor Tagen eine harmlose Falle auf dem Dachboden installiert hatte. Siehe da: Das Unterfangen war erfolgreich. Und ich froh darüber, nicht länger von bösen Träumen geplagt zu werden. Zur Belohnung schenkte ich dem Tierchen die wohlverdiente Freiheit.