Persönlich
Die Wildsaujagd ist Glückssache

Für treffsichere Jäger: Der Kanton spricht einen Beitrag aus dem Swisslos-Fonds zur Erneuerung der Trefferanzeigen im Schiessstand der Solothurner Jagdschützen.

Urs Moser
Urs Moser
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Der laufende Keiler.

Der laufende Keiler.

Im Jura bei Pruntrut hat ein Jäger ein Pferd erschossen, er wollte eigentlich ein Wildschwein erlegen. Im Ober­engadin hat ein Jäger ein Pferd für einen Rehbock gehalten – tot. Im Muotatal im Kanton Schwyz musste ein als Herdenschutztier eingesetztes Lama dranglauben. Offenbar wird da auf alles geballert, was sich bewegt.

Da loben wir uns doch die Solothurner Regierung. Sie ist redlich darum bemüht, dass bei unserer Jägerschaft mehr Treffsicherheit herrscht. So wurde ein Beitrag von 44'000 Franken an die Sanierung der elektronischen Trefferanzeigen im Schiessstand der Jagdschützen in Zuchwil gesprochen. Insbesondere soll auch ein neuer laufender Jagdkeiler angeschafft werden, das ist eine bewegliche Zielscheibe in Wildsau-Gestalt.

Recht so. Das soll es uns wert sein, damit das im Schiessstand geübte Auge des Solothurner Waidmanns einen Keiler von einem Ross zu unterscheiden weiss. Nur dass der Staatsbeitrag mit der Auflage verbunden ist, «in geeigneter Form publik zu machen», dass es sich dabei um ein Engagement des Swisslos-Sportfonds handelt, macht etwas Sorgen. Etwa ein Logo am laufenden Keiler? Gott behüte, wir müssten beim Lottoschein-Ausfüllen am Kiosk künftig wohl in Deckung gehen.

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