Kanton Solothurn

Noch einmal eine halbe Million Franken für Kitas

Die tiefe Auslastung hat grosse finanzielle finanzielle Konsequenzen für die Kitas.

Die tiefe Auslastung hat grosse finanzielle finanzielle Konsequenzen für die Kitas.

Der Kanton Solothurn spricht eine zusätzliche Überbrückungshilfe und nimmt die Gemeinden in die Pflicht.

Der Regierungsrat unterstützt die Kindertagesstätten mit einer Überbrückungshilfe von maximal einer halben Million Franken. Die entsprechende Notverordnung des Regierungsrats solle die wirtschaftlichen Folgen der Coronapandemie für Kindertagesstätten abfedern, teilte die Staatskanzlei mit. Die einmalige Überbrückungshilfe ergänze die bereits geleistete Soforthilfe.

Damit die Trägerschaften von Kindertagesstätten die Überbrückungshilfe erhalten, müssen sie ein Gesuch stellen und gewisse Voraussetzungen erfüllen. Der Kanton richtet, wie bereits bei der Soforthilfe, eine Pauschale pro geführte Kindergruppe an einem Betriebsstandort aus.

Wegbrechen der Strukturen verhindern

Mit der einmaligen Überbrückungshilfe will der Regierungsrat verhindern, dass ein Teil der sonst gut ausgelasteten familien- und schulergänzenden Strukturen im Kanton wegbricht. Für die Soforthilfe hatte der Regierungsrat Anfang April bereits eine halbe Million Franken zur Verfügung gestellt.

Er fordert die Gemeinden nun auf, die durch die Überbrückungshilfe gewonnene Zeit dafür zu nutzen, eine Lösung mit den Trägerschaften zu suchen. Die Gemeinden haben gemäss Sozialgesetz zwar die Kompetenz, den Betrieb von Kindertagesstätten zu unterstützen, sind aber nicht dazu verpflichtet.

Das Notangebot wird schlecht genutzt

Um die Ausbreitung des Coronavirus zu unterbinden, hatte der Kanton am 17. März den ordentlichen Betrieb von Kindertagesstätten nicht mehr erlaubt. Ein Entscheid, der bei den Einrichtungen und aus Wirtschaftskreisen heftige Kritik auslöste.

Es konnte jedoch ein Notangebot mit kleineren Gruppen aufrechterhalten werden, besonders für Eltern aus systemrelevanten Berufen. Ein solches Notangebot könne nicht kostendeckend betrieben werden, hält die Staatskanzlei fest. Hinzu komme, dass das Notangebot nicht ausgelastet sei: Von den rund 400 Plätzen würden im Schnitt etwa 250 genutzt. Auch Erfahrungen aus anderen Kantonen zeigten, dass viele Eltern, aus Angst vor einer Ansteckung, auf eine Fremdbetreuung ihrer Kinder verzichteten.

Ab 27. April gibt es für die Kindertagesstätten keine Beschränkungen mehr bei der Belegung. Die Hygienevorgaben des Bundesamts für Gesundheit gelten aber weiterhin. Kitas haben damit die Möglichkeit, schrittweise zum Normalbetrieb zurückzukehren und sich auf die Schulöffnung per 11. Mai vorzubereiten. (sda, szr)

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