Solothurner Spitäler AG

Neues Mammografie-Gerät am Kantonsspital Olten in Betrieb genommen

Chefarzt Prof. Dr. med. Carlos Buitrago Tellez und Antonija Pizir, dipl. Radiologiefachfrau Kantonsspital Olten, setzen beim Mammografie-Screening ein neues modernes Gerät ein

Chefarzt Prof. Dr. med. Carlos Buitrago Tellez und Antonija Pizir, dipl. Radiologiefachfrau Kantonsspital Olten, setzen beim Mammografie-Screening ein neues modernes Gerät ein

Frauen haben im Kanton Solothurn neu die Möglichkeit, mittels Mammografie-Screenings eine Brustkrebs-Erkrankung in einem Frühstadium zu erkennen. Am Kantonsspital Olten fand dafür die offizielle Inbetriebnahme eines modernen Mammografie-Geräts statt.

In Zusammenarbeit mit der Krebsliga Ostschweiz bietet die Solothurner Spitäler AG im Auftrag des Kantons Solothurn neu das qualitätskontrollierte Mammografie-Screening-Programm «donna – Brustkrebs früh erkennen» an. Am Kantonsspital Olten ist am Mittwoch ein Mammografie-Gerät der neuesten Generation in Betrieb genommen worden, schreibt die Solothurner Spitäler AG in einer Mitteilung. Am Bürgerspital Solothurn startet das Screening-Angebot im November 2020, am Spital Dornach im Februar 2021. 

Der Kanton Solothurn ist der vierte Kanton – neben St. Gallen, Graubünden und Bern – der sich für dieses Programm entschieden hat.

Bei Frauen ist laut soH Brustkrebs die weltweit häufigste Krebserkrankung und auch die häufigste Todesursache. Mit dem qualitätskontrollierten Mammografie-Screening-Programm «donna» steige die Wahrscheinlichkeit erheblich, dass Brustkrebs frühzeitig erkannt werde, so die soH. «So wird eine schonendere Behandlung ermöglicht und die Überlebenschancen steigen.»

Freiwillige Teilnahme

Im Kanton Solothurn wohnhafte Frauen zwischen 50 und 74 Jahren werden neu alle zwei Jahre schriftlich zu einem Termin für eine Mammografie direkt vom «donna»-Programm eingeladen und können freiwillig teilnehmen. Bis auf einen Selbstbehalt von unter 20 Franken werden die Kosten vom Kanton Solothurn und den Krankversicherungen übernommen.

Das Mammografie-Screening wird vom Institut für Medizinische Radiologie (IMR) der soH im Kantonsspital Olten, im Bürgerspital Solothurn und im Spital Dornach angeboten. «Das IMR soH ist auf das neue Untersuchungsangebot vorbereitet und erfüllt die hohen Qualitätsanforderungen an die Infrastruktur und das Personal», so die soH. 

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Serie von Schichtaufnahem

«Durch die technische Entwicklung der Mammografie ist nicht nur die Strahlenexposition minimiert, sondern vor allem haben sich die Möglichkeiten der Abklärungen mit 3D-Darstellungen der Brust durch den Einsatz der 3D-Tomosynthese erweitert», schreibt die soH weiter. Die 3D-Tomosynthese erzeuge im Gegensatz zur herkömmlichen digitalen Mammografie mit 2D-Darstellungen eine Serie von Schichtaufnahmen, welche die dreidimensionale Darstellung der Brust ermögliche. Dadurch würden «kleinste auffällige Veränderungen überlagerungsfrei abgebildet.».

Bereits seit 2015 ist das «Brustzentrum Solothurn» gemäss Vorgaben der Krebsliga Schweiz und schweizerischen Gesellschaft für Senologie als zweiter Standort neben Bern zertifiziert. (mgt)

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