Kandidatur

Neuer Rekord: 166 Solothurner wollen in den Nationalrat – fünf in den Ständerat

Blick in den Ständeratssaal. Wer hier und im Nationalratssaal Platz nehmen darf, wird im Oktober entschieden.

Blick in den Ständeratssaal. Wer hier und im Nationalratssaal Platz nehmen darf, wird im Oktober entschieden.

Im Kanton Solothurn bewerben sich 166 Personen – davon 62 Frauen – auf 29 Listen um die sechs Sitze im Nationalrat. Damit wurde der Rekord von 2015 mit 147 Personen auf 27 Listen, davon 46 Frauen erneut übertroffen.

Von den bisherigen sechs Vertretern im Nationalrat treten fünf wieder an. Bea Heim (SP) tritt auf Ende der Amtsperiode zurück und steht somit nicht mehr zur Wahl. In den Ständerat möchten - neben den beiden bisherigen Amtsinhabern Pirmin Bischof (CVP) und Roberto Zanetti (SP) – Christian Imark (SVP), Stefan Nünlist (FDP.Die Liberalen) und Felix Wettstein (Grüne).

6 Sitze stehen dem Kanton Solothurn im Nationalrat zur Verfügung, 166 Personen kandidieren dafür. Es sind 104 Männer und 62 Frauen, wie die Solothurner Staatskanzlei mitteilt. Damit kandidieren 2019 19 Personen mehr als bei den Wahlen vor vier Jahren. Das ist neuer Rekord, noch nie gab es so viele Kandidatinnen und Kandidaten für den Nationalrat. Zum Vergleich: 2015 hatten sich 147 Personen für den Nationalrat beworben, 101 Männer und 46 Frauen. Damals traten alle Bisherigen wieder an.

Die 200 Nationalratssitze werden unter den Kantonen im Verhältnis zu ihrer Wohnbevölkerung (Basis: Wohnbevölkerung des Nachwahljahres – 2016) verteilt, wobei jeder Kanton Anspruch auf mindestens einen Sitz hat.

Seit 2015 sind im Kanton Solothurn nur noch sechs Sitze zu vergeben, 2011 waren es noch sieben Sitze.

Ein Blick aufs Alter

Die jüngste Kandidatin, Kassandra Frey, kommt aus Solothurn und tritt für die JUSO an. Sie wurde am 17. Juli 2019 18 Jahre alt. Der älteste Kandidat, Hermann Fenzel, ist 76 Jahre alt und tritt für die SP60+ an. Das Durchschnittsalter der Kandidierenden beträgt 38 Jahre.

Zu den Ständeratswahlen

Bei den Ständeratswahlen stellen sich die beiden bisherigen Vertreter Pirmin Bischof (CVP) und Roberto Zanetti (SP) der Wiederwahl. Herausgefordert werden sie durch Nationalrat Christian Imark (SVP), den freisinnigen Kantonalparteipräsidenten Stefan Nünlist (FDP.Die Liberalen) sowie durch Kantonsrat Felix Wettstein (Grüne). Diese treten auch zu den Nationalratswahlen an.

2015 waren es vier Kandidaten für die Ständeratswahlen, 2011 waren es fünf Kandidaten, 2007 waren es drei Kandidaten, 2003 blieben die Amtsinhaber ohne Herausforderer und 1999 waren es fünf Kandidaten.

So geht es weiter

Die Staatskanzlei prüft nun die Wahlvorschläge und bereitet die Wahlzettel vor. Die Bereinigungsfrist läuft am 19. August 2019, 17 Uhr, ab. Danach werden die Wahlzettel gedruckt und den Gemeinden zugestellt. Die Stimmberechtigten erhalten das Wahlmaterial bis am 28. September. (sks)

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