Kanton Solothurn

Mehr Platz für das heilpädagogische Schulzentrum soll geschaffen werden — Kantonsrat stimmt dem Vorhaben zu

Im heilpädagogischen Schulzentrum in Olten besteht ein Platzproblem. Neue Räumlichkeiten sollen dazugemietet werden. (Archivbild)

Im heilpädagogischen Schulzentrum in Olten besteht ein Platzproblem. Neue Räumlichkeiten sollen dazugemietet werden. (Archivbild)

Das heilpädagogische Schulzentrum in Olten hat ein Platzproblem. Daher sollen nun Räumlichkeiten dazugemietet werden. Der Kantonsrat hat ohne grosse Gegenstimmen dem Vorhaben zugestimmt.

Einen Schwerpunkt der Planung der kantonalen Spezialangebote im Bereich Sonderpädagogik bildet die Liegenschaftsentwicklung. In Olten platzt das heilpädagogische Schulzentrum aus den Nähten, die Nachfrage nach Plätzen steigt stetig und hat zu einer Verschärfung der Platzsituation geführt.

Nun will der Kanton Räumlichkeiten in Olten dazumieten. Die Bruttomiete (inklusive Nebenkosten) beläuft sich auf 280'000 Franken jährlich. Ganz schön teuer, hiess es am Mittwoch im Kantonsrat von SVP-Seite. Mit einem Quadratmeterpreis von 140 Franken bewege man sich an der unteren Grenze der marktüblichen Mieten, versicherte Baudirektor Roland Fürst.

Das eigentliche Immobiliengeschäft stiess denn auch nicht wirklich auf Opposition. Der Mietlösung für das heilpädagogische Schulzentrum in den Räumlichkeiten der Giroud Olma AG in Olten stimmte der Kantonsrat bei lediglich einer Gegenstimme und einer Enthaltung zu. «Ein guter Standort, perfekt für die Bedürfnisse des heilpädagogischen Schulzentrums geeignet», bilanzierte Karin Büttler (FDP, Laupersdorf) als Sprecherin der Bildungs- und Kulturkommission.

Regelrechte Salven an Kritik feuerte aber Beat Künzli (SVP, Laupersdorf) zur Entwicklung an der pädagogischen Front ab. In Olten geht es um mehr Platz für Schüler des sogenannten Profils 2 (Förderschwerpunkt Verhalten und Kommunikation). Und damit in den meisten Fällen schlicht um «unerzogene Bengel», wie Künzli meint. Hier seien auch einmal die Erziehungsberechtigten in (die finanzielle) Verantwortung zu nehmen, längerfristig sei das System nicht mehr finanzierbar. Man stimme dem Geschäft heute zwar zu, aber: «Eine weitere Vertherapeutisierung der Schule werden wir nicht mittragen», so der SVP-Sprecher. (mou)

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