Seilbahn Weissenstein

Maskenpflicht im Gondeli: Wie kommt die neue Massnahme bei den Fahrgästen an?

Wie kommt Maskenpflicht bei Gondelbahn-Fahrgästen an?

Wie kommt Maskenpflicht bei Gondelbahn-Fahrgästen an?

Eine Schutzmaske ist seit Montag auch auf Schiffen und Gondelbahnen obligatorisch. Was halten die Fahrgäste der Weissenstein-Gondelbahn von der Maskenpflicht?

Auch in den Gondeli herrscht seit gestern Montag eine Maskenpflicht. Ein Augenschein bei der Seilbahn Weissenstein zeigt: die meisten Passagiere halten sich zumindest beim Eingang daran.

An einen derartigen Anblick muss man sich bei der Seilbahn Weissenstein erstmal gewöhnen. Die meisten Passagiere denken aber an die Schutzmaske. Wer dies nicht getan hat, kann sich an der Kasse für einen Franken eine kaufen. 

Sogar Kinder unter zwölf Jahren, die von der Tragepflicht ausgenommen sind, haben die Masken aufgesetzt: «Ich finde für die Kinder ist das noch lustig mal etwas Neues zu erleben. Die haben noch mehr Spass daran als wir», meint ein Familienvater. Ein anderer Passagier fährt das erste Mal mit Maske und meint dazu: «Ja, die Brille läuft an.»

Für eine junge Frau geht die Gesundheit immer vor: «Es sind zwar meine Eltern, aber wir sind nicht im gleichen Haushalt. Es macht immer Sinn.»

Ist das Ganze sinnvoll?

Über den Sinn der Maskenpflicht in den Gondeli lässt sich gemäss Konrad Stuber, Geschäftsführer der Seilbahn Weissenstein AG, streiten: «Zu 90 Prozent oder mehr sind das Leute, die sich kennen, die auf den Berg kommen. Also die sind im gleichen Haushalt, im gleichen Auto angereist und sitzen dann auch im Restaurant zusammen.»

Stuber meint, dass sich zwar beim Eingang alle daran halten würden. Wenn die Gäste nach dem Mast eins die Maske abzögen, könne auch die Seilbahn Weissenstein nichts dagegen tun. 

Rund 12 Minuten dauert die Fahrt auf den Solothurner Hausberg. Das offene Gondelifenster macht das Maskentragen etwas erträglicher. In der Bergstation angekommen wird die Maskenpflicht je nach befragter Person aber verschieden ausgelegt: «Wir sind halt eine Familie. In der Station unten haben wir sie angezogen und im Sesseli drin habe ich sie dann halt runtergezogen.» Eine weitere Passagierin findet das Ganze «umständlich» - man mache es halt.

Diszipliniert zeigen sich zwei Norddeutsche; sie sind die Maskenpflicht bereits gewöhnt: «Wir kennen das nicht anders. Bei uns ist es ja bereits seit vier Wochen so.»

Wie auch immer. Klar ist: Der schönste Moment erwartet einem, wenn die Maske nach der Fahrt ausgezogen und die frische Bergluft eingeatmet werden kann. (nas/TeleM1)

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