Bildung

Lernende sollen Lehre abschliessen können

Kindern und Jugendliche lernen daheim

Kindern und Jugendliche lernen daheim

Trotz Coronavirus und lernen daheim: Jugendliche, die eine Berufslehre absolvieren, sollen diese im Sommer abschliessen können. Das Gleiche gilt für Schülerinnen und Schüler der Haupt- und Mittelschulen, die kurz vor dem Abschluss stehen.

Ungewöhnlich ist die aktuelle Situation nicht nur für Schulen und Schulkinder, sonder auch für Lernende und ihre Lehrbetriebe. Einerseits müssen die Lernenden ihren Unterricht daheim bewältigen. Das bringt bekannte Schwierigkeiten mit sich, etwa die Herausforderung, den Alltag ohne Unterricht zu strukturieren.

Das führt vor allem bei eher schwächeren Lernenden zu Problemen, sagte Stefan Ruchti, der Vorsteher des Amts für Berufsbildung, Mittel- und Hochschulen des Kantons, an der Medienkonferenz am Freitag.

Aber auch in den Lehrbetrieben geht es mancherorts drunter und drüber: In einigen Betrieben, wie etwa im Gesundheitswesen oder im Detailhandel, ist der Alltag momentan stark ausgelastet. Hier haben die Lehrbetriebe die Möglichkeit erhalten, ihre Lernenden bis zum 19. April von Unterricht an der Berufsschule zu dispensieren.


Andere Lehrbetriebe mussten wegen der ausserordentlichen Lage ihre Türen ganz schliessen und können ihre Lernenden momentan nicht praktisch ausbilden. «Hier ist jetzt Flexibilität gefragt», so Stefan Ruchti. «Bestimmte Dinge müssen die Lernenden nun zu einem späteren Zeitpunkt lernen».

Unbedingt verhindern will das Amt für Berufsbildung, dass wegen der Coronakrise Lehrverträge aufgelöst werden, oder, dass Betriebe im Sommer keine Lehrlinge mehr einstellen. «Bisher sind uns aber keine Auflösungen von Lehrverträgen bekannt», sagte Ruchti.


Die Jugendlichen sollen ihre Abschlüsse erhalten

Trotz der unsicheren Zukunft will der Kanton es aber sicherstellen, dass die Jugendlichen im Kanton ihre Berufslehre oder ihre schulische Ausbildung abschliessen können. «Wir werden sicherstellen, dass die Schülerinnen und Schüler der Kantonsschulen im Herbst ihr Studium anfangen und Lernende in den Arbeitsmarkt einsteigen können», betonte Ruchti.

In den nächsten Wochen sollen auf nationaler Ebene Verfahren ausgearbeitet werden, damit die ­Jugendlichen im Sommer ihre Abschlusszeugnisse erhalten. Denkbar wäre es laut Ruchti, dass die Schulen bei der Beurteilung der Schüler auf bereits erbrachte Leistungen zurückgreifen. «Lernende haben bereits drei Jahre eine Ausbildung absolviert. Ich bin überzeugt, dass wir dort die nötigen Resultate finden, sodass sie ihre Berufslehre abschliessen können».

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Autor

Rebekka Balzarini

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