Kunstmuseum Solothurn
Kunstmuseum führt Kinder auf die Fährten Amiets

Die derzeitige Ausstellung im Kunstmuseum hat auch für die jüngste Generation etwas zu bieten. Mit eigenen Zeichnungen haben sie die Werke Hodlers und Amiets neu interpretiert.

Fränzi Rütti-Saner
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 Cuno Amiets «Apfelbaum»
14 Bilder
 ...und die Variation eines Kindes.
 Drei Versionen auf einen Blick.
 Mehr Farben hat ein weiteres Kind hineingebracht.
 Der «Gelbe Hügel» von Cuno Amiet...
 ...hat ebenfalls zur Nachahmung imitiert.
Eine freiere Interpretation des gelben Hügels mit Bergen Eine freiere Interpretation mit Bergen.
 Auch hier stand Hodler Pate.
Hodler und Amiet von Kindern nachgeahmt
 Nochmals die Berge, die sich im See spiegeln.
bar00498611 Cuno Amiets «Säublumen.»
 Und die Variation eines Kindes dazu.
 Ferdinand Hodlers «Genfersee».
Genfersee

Cuno Amiets «Apfelbaum»

Die derzeitige Ausstellung im Kunstmuseum Solothurn «Ferdinand Hodler - Cuno Amiet: Eine Künstlerfreundschaft zwischen Jugendstil und Moderne» zieht sehr viele Kunstinteressierte an. Auch die jüngere Generation ist an den Gemälden, sowie der interessanten Hängung der Arbeiten der beiden Künstlerfreunde interessiert.

So setzten sich Kinder von 7 bis 12 Jahre des Kinderclubs des Kunstmuseums unter der Leitung von Claudia Leimer und Elisabeth Spiegel, sowie Schüler der ROJ-Mittelschule Regio mit der Ausstellung auseinander und entwickelten, angeregt durch altersgerechte Fragestellungen ihrer Kunstpädagogen, eigene künstlerische Arbeiten.

Freundschaft im Mittelpunkt
Im Graphischen Kabinett des Kunstmuseums sind nun diese Arbeiten zu entdecken. Die Jüngeren betrachteten die Kunstwerke intensiv und malten dann selbst, was Ihnen in Erinnerung blieb. Sie diskutierten insbesondere das Thema «Freundschaft» erzählt Kunstvermittlerin Regula Straumann.

Die Farbigkeit der Bilder von Amiet und Hodler, ihre erkennbaren Motive, haben die Kinder angesprochen. Doch Straumann sagt: «Kinder haben keine Berührungsängste mit moderner Kunst.» Die Kinder wurden auch zum Basteln animiert. Jedes gestaltete seinen Hut in Anlehnung an das Gemälde «der blaue Hut» von Cuno Amiet.

Herausfordernd und lustvoll
Schüler der elften Klasse der ROJ Mittelschule Regio näherten sich zunächst schreibend den Arbeiten der grossen Künstler. So entstanden Haikus, Elfchen und Akrostichons. Stimmungen und Gefühle, die von den Bildern ausgehen, sollten erkannt und beschrieben werden. Ihre Auseinandersetzung gipfelte in der Gestaltung eines Klangraumes mit grossen Gemälden.

Sabine Aeschlimann, Pius Morger und Regula Straumann unterstützten die Schüler in ihrer Arbeit. In drei Gruppen schufen sie drei monumentale Gemälde und eine Toncollage mit Stimmen, Tönen, Satzfragmenten. «Es war herausfordernd und lustvoll», beschreibt Kunstvermittlerin Regula Straumann diese Arbeit, «und es freut uns ausserordentlich, dass wir für diese Arbeiten alle Räume des Graphischen Kabinetts bespielen können.»

Die Arbeiten sind bis zum 2. 1. 2012 im Graphischen Kabinett des Kunstmuseums Solothurn zu sehen.

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