AKW Gösgen

Kühlwasser-Entnahme aus der Aare war rechtens – die Grünen sind «ernüchtert»

Atomaufsichtsbehörde Ensi beurteilt den Brandschutz im Kernrakftwerk Gösgen als gewährleistet.

Atomaufsichtsbehörde Ensi beurteilt den Brandschutz im Kernrakftwerk Gösgen als gewährleistet.

Bei der Erneuerung der Konzession zur Kühlwasser-Entnahme aus der Aare durch das Kernkraftwerk Gösgen ist alles rechtens verlaufen und die nationale Atomaufsichtsbehörde Ensi beurteilt auch den Brandschutz im Kernrakftwerk als gewährleistet.

Damit wäre die Diskussion für die bürgerliche Mehrheit des Kantonsrats eigentlich erledigt gewesen – nichts zu beanstanden.Felix Wettstein (Grüne, Olten), der die entsprechenden Fragen in zwei Interpellationen aufgeworfen hatte, sieht das anders. «Ernüchtert und erschreckt» sei er über die sorglosen Kommentare aus den bürgerlichen Fraktionen, erklärte er am Dienstag im Kantonsrat. Was die wenige Tage vor Ablauf durch das eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation erneuerte Konzession zur Flusswasserentnahme betrifft: Der Kanton habe hier klar eine Befristung auf maximal 40 Jahre verlangt, sei aber übergangen worden. Das müsse zu denken geben, findet Wettstein.

Und dann die nicht mehr dem heutigen Stand der Technik entsprechenden Brandschutzklappen: Dem Kernkraftwerk wurde keine ausdrückliche Frist gesetzt, sie zu ersetzen. Damit ist der Brandschutz derzeit für Wettstein eben nicht gewährleistet, das dürfe der Kanton nicht einfach über sich ergehen lassen. Wettsteins Forderung ist klar: Die Regierung muss vorstellig werden und eine kurze Frist zum Ersatz der Brandschutzklappen erwirken, andernfalls sei Gösgen vom Netz zu nehmen. (mou)

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