Corona-Sorgen 

Kaum Anrufe: Solothurner Spitäler AG stellt Hotline ein

Ursprünglich war ein deutlicher Anstieg an psychischen Erkrankungen erwartet worden. (Symbolbild)

Ursprünglich war ein deutlicher Anstieg an psychischen Erkrankungen erwartet worden. (Symbolbild)

Die von der soH eingerichtete Hotline zu psychischen Fragen erhielt im Gegensatz zu derjenigen des Kantons wenige Anrufe und wurde folglich eingestellt.

Aufgrund der Corona-Krise hat auch die Solothurner Spitäler AG (soH) Anfang April eine Hotline eingerichtet; konkret die Abteilung der Psychiatrischen Dienste, um der Bevölkerung Ängste und Sorgen in dieser Zeit zu nehmen und Antworten auf psychische Fragen zu geben. Im Gegensatz zur kantonalen Hotline, die derzeit für Fragen betreffend Corona in Betrieb ist und täglich mehrere Anrufe erhält, war sie aber weniger gefragt. Mittlerweile hat die soH das Angebot deshalb wieder eingestellt, wie sie auf Anfrage mitteilt.

«Es war ursprünglich ein deutlicher Anstieg an psychischen Erkrankungen erwartet worden», schreibt Mediensprecher Gian Trionfini. «Die Nachfrage an der Hotline fiel äusserst gering aus, sodass sie per 30. April sistiert wurde.» Zuvor gingen laut Trionfini Anrufe ein, welche die Themen «Arbeitsplatzprobleme, Angst vor Infektion, soziale Ängste wegen der Situation» betrafen.

«Wenn von den Fachpersonen nach eingehenderem Gespräch vermutet worden ist, dass ein ernsthaftes psychisches Problem vorlag, das behandelt werden musste, konnte niederschwellig auf eine weiterführende Behandlung hingewiesen und bei Bedarf auch vermittelt werden», so der Mediensprecher. Oft war das aber wie gesagt gar nicht nötig – was zur Einstellung der Hotline führte. (nka)

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