Olten
Karl’s kühne Gassenschau bietet ein Spektakel vor und hinter der Bühne

Ab 21. Mai startet Karl’s kühne Gassenschau in Olten mit ihrem neuen Programm «Sektor 1 – Backstagetheater»

Fränzi Zwahlen-Saner
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Backstage Sektor1 von Karl's kühne Gassenschau in Olten Das Publikum wird zu Beginn in Gruppen eingeteilt...
25 Bilder
 ...und bekommt Anweisungen und Tipps, wie man sich auf dem Gelände bewegen kann.
 Auf dem Bühnenraum gibt es unterirdische "Geheimnisse" zu entdecken.
 Der See in der Bühnenmitte kann gefüllt und geleert werden.
 Auch im Camp, wo die Wohnwagen der Schauspieler stehen, kann man sich umsehen.
 Hier wird geschrieben...
 ...musiziert...
 ...und an neuen Showteilen gepröbelt. Zum Beispiel am fliegenden Rollstuhl.
 Action mit dem Quad.
 Die Bühnenshow beginnt: "Sektor 1 ist ein Platz wie das Paradies"....
 ... denn der Abfall wird im Weltall entsorgt.
 Mit Pauken und Trompeten geht es los.
 Wilkommen im Sektor 1, dem Paradies. Doch hier herrschen Regeln.
 Die Chefin des Sektors 1 gibt die Verhaltensregeln durch.
 Töfflibuebe wollen auch im Sektor 1 nicht auf Rock 'n' Roll verzichten
 Backstage: "Los, auf die Bühne mit dem Hirsch"
 Backstage: Requisten, die gebraucht werden.
 Backstage: "Wer ist hier der Chef?"
Backstage Sektor1 von Karl's kühne Gassenschau in Olten
 Auf der Bühne gehts ab
 Ducken, Feuer im Anflug.
 Schlussapplaus
 Das Publikum wechselt seine Ansicht.
 Abendstimmung nach dem Spektakel
 Abendstimmung nach dem Spektakel

Backstage Sektor1 von Karl's kühne Gassenschau in Olten Das Publikum wird zu Beginn in Gruppen eingeteilt...

Patrick Lüthy

2019 wird definitiv das letzte Jahr von Karl’s kühne Gassenschau in Olten sein. Die Truppe zieht Ende August weiter, zunächst gegen Westen nach Saint-Triphon im Kanton Waadt, um dann im Jahr 2021 mit einem neuen Stück in Pfungen bei Winterthur wieder einen festen Standort zu besetzen. Doch diesen Sommer steht nochmals «Sektor1» auf dem Programm und dazu wird noch die Zusatz-Produktion «Sektor1 Backstagetheater» zu sehen sein. Premiere des «Backstagetheaters», welches Teile von «Sektor1» übernimmt, weitere, überraschende (dazu später mehr) dazustellt, wird am kommenden Dienstag, 21. Mai sein.

Als ein erstes Test-Publikum konnte am vergangenen Mittwoch eine recht grosse Anzahl Personen das Stück «begutachten», und um es gleich vorweg zu nehmen: Man war begeistert.
Das Ganze ging noch ganz gemächlich los. Das Publikum wurde in vier unterschiedliche Gruppen eingeteilt, welche sich rund eine Stunde lang auf dem Theatergelände – mehr oder weniger – frei bewegen konnten. Man «durfte» die Bühnenkonstruktionen begutachten, einen unterirdischen Wassertank bestaunen, die Künstler in ihren Wohnwagen besuchen und eine überraschende Explosion, den fliegenden Rollstuhl oder einen brennenden Abfallcontainer wahrnehmen.

Bühne von vorn und hinten

Dann wurde man gebeten, auf der Bühne Platz zu nehmen und das Spektakel begann. Immer wieder seien die Macher befragt worden: Wie macht ihr das?, wurde eingangs gesagt. Und diese neue Fassung von Sektor1 soll diesem Wunsch nun entgegen kommen.
Das Stück begann mit dem Vorstellen des Sektor1, dem Lebensbereich der Zukunft, in den nur reinkommt, wer eine gute Ökobilanz aufweisen kann. Eine weiss gekleidete Gastarbeiterfamilie hat es geschafft; doch warum sitzt der Schauspieler in der Rolle des Ehemanns später bei den Musikern am Schlagzeug? Und warum tritt einer der Töffli-Rocker mit einer blutigen Nase auf? Im Weltall entsorgte Abfallsäcke landen plötzlich wieder auf der Erde und die Töfflibuben wehren sich, denn in dieser perfekten Welt gibt es keinen Spass, ja nicht einmal Rock’n’Roll.

Nach zwanzig Minuten nehmen die Akteure den Schlussapplaus entgegen, aber das Ende des Stückes ist damit noch nicht erreicht. Jetzt heisst es für die zweigeteilte Zuschauergruppe: Verschieben. Wer auf den Tribünensitzen Platz genommen hatte, wechselt zu Stehplätzen hinter der Bühne und umgekehrt. Das Stück wird ein zweites Mal gestartet und als Beobachter hinter der Bühne geht einem ein Licht auf. Warum der Schauspieler eigentlich ein Schlagzeuger ist; warum sein Kollege mit einer blutigen Nase auftritt.
Am Schluss ist schwer zu sagen, welche Ansicht nun die reizvollste und komischste ist. Sicher ist: Unvergesslich.

«Backstage-Theater» gibt es jeweils am Dienstag- und Mittwochabend, Vorstellung um 19.30 Uhr. Infos: www.backstagetheater-sektor1.ch.

«Sektor 1» ohne Backstage-Elemente wird jeweils am Do-, Fr- und Sa gezeigt. Vorstellung ab 20.15 Uhr. Infos: www.sektor1.ch

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