Gewonnen hat die Kantonsschule Solothurn (KSSO) den zweiten Platz mit dem Projekt «Lernen an der KSSO». Dieses wurde im laufenden Schuljahr gestartet. Es hat das Ziel, das eigenständige, selbst organisierte Lernen auf allen Stufen zu fördern, wie es in einer Mitteilung der KSSO heisst. Dies geschieht im Hinblick auf einen grösseren Erfolg in den nachfolgenden Studiengängen. Das Ausserordentliche hierbei stellt der Einbezug der gesamten Schule dar. Symbolisch wird mit dem Projekt also eine Lernbrücke vom Lehrplan 21 (Sek 1 Stufe) nach Bologna (Gymnasium, Fachmittelschule) geschlagen.

Die Jury bezeichnete «Lernen an der KSSO als «ganzheitliches und ehrgeiziges Projekt, welches mit seinem innovativen Charakter die Verbindung zwischen traditionellen und modernen Ansätzen sucht und dabei als gesamte Schule das Augenmerk auf die zentralen Fähigkeiten der Selbstorganisation, Eigenverantwortung und Selbstreflexion legt».

30 Bewerbungen

Der Award wurde im Rahmen des 50. Geburtstages der EPFL (École Polytechnique Fédérale Lausanne) lanciert. So gab es im März einen Aufruf zur Einreichung von innovativen Unterrichts-Projekten. Die Bandbreite der eingereichten Projekte erstreckte sich vom neuartigen Verständnis bezüglich Lehren und Lernen über zukunftsträchtige Unterrichtsansätze beim Übergang vom Gymnasium an die Universität bis hin zu Computational Thinking und vertieftes Lernen durch den Einsatz von Technologien.

Aus den rund 30 eingereichten Projekten wurden durch eine sechsköpfige Jury - bestehend aus Professorinnen und Professoren der ETHZ und der EPFL sowie weiteren Bildungsfachleuten - im Vorfeld zehn Projekte nach den Kriterien Innovation, Zielsetzung sowie Zusammenarbeit und Austausch vorselektioniert. Im Rahmen des Education Day der EPFL wurden schliesslich die drei Gewinner im SwissTech Convention Centre in Lausanne gekürt – darunter auch «Lernen an der KSSO». (SZR)