Kantonsratspräsidium
Nadine Vögeli zur «höchsten» Solothurnerin 2022 gewählt – Feier fiel Corona zum Opfer

Nadine Vögeli (SP, Hägendorf) präsidiert 2022 den Solothurner Kantonsrat. Erste Vizepräsidentin ist Susanne Hauser Koch (CVP, Erschwil), zweiter Vize Marco Lupi (FDP, Solothurn).

Urs Moser
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Kantopnsratspräsidium 2022: Zweiter Vize Marco Lupi, Präsidentin Nadine Vögeli, Erste Vize Susanne Hauser Koch (von links)

Kantopnsratspräsidium 2022: Zweiter Vize Marco Lupi, Präsidentin Nadine Vögeli, Erste Vize Susanne Hauser Koch (von links)

Zvg

Die Maske fiel nur für den kurzen Fototermin, auch der Kantonsrat befindet sich wieder im verschärften Coronamodus. Und so musste denn, wie im Vorjahr auch, am Mittwoch die Feier für die neue «höchste» Solothurnerin ausfallen. Der warme Applaus der Ratskolleginnen und -kollegen und der Blumenstrauss mussten zur Feier des Tages genügen.

Zur Kantonsratspräsidentin 2022 wurde Nadine Vögeli (SP) gewählt. Sie erzielte 80 von 93 Stimmen. Kein absolutes Spitzenergebnis, aber ein solides Resultat. Der abtretende Ratspräsident Hugo Schumacher (SVP, Luterbach) kam letztes Jahr auf 75 Stimmen. Nadine Vögeli politisiert seit 2017 für die SP im Kantonsrat. Sie ist aktuell Mitglied der Justizkommission und der interparlamentarischen Konferenz der Nordwestschweiz. Beruflich ist sie als selbstständige Beraterin im Gesundheitsbereich tätig, sie lebt mit ihrem Ehemann in Hägendorf.

Speziell ist: Vögeli ist auch Co-Präsidentin der SP-Kantonalpartei. Eine solche Konstellation ist unüblich, denn die Parlamentsvorsitzenden auferlegen sich während des Präsidialjahrs üblicherweise Zurückhaltung im parteipolitischen Engagement auf. Vögeli und ihr Co-Präsident Hardy Jäggi, Kantonsrat und Gemeindepräsident von Recherswil, haben sich daher in einer Arbeitsteilung organisiert: Sie wird während ihres Präsidialjahrs mehr nach innen, er als «Aussenminister» der Kantonalpartei in Erscheinung treten.

Erste Vizepräsidentin des Kantonsrats und damit designierte Kantonsratspräsidentin 2023 ist Susanne Koch Hauser (CVP, Erschwil), die dem Kantonsrat seit 2009 angehört und sich in der vergangenen Legislatur vor allem einen Namen als Präsidentin der Finanzkommission gemacht hat. Sie wurde mit 88 Stimmen gewählt.

Das Amt des zweiten Vizepräsidenten geht turnusgemäss an die FDP-Fraktion. Die Ehre kommt Marco Lupi (Solothurn) zuteil, er wurde mit 63 Stimmen gewählt. Lupi sitzt seit 2016 im Kantonsrat, wo er sich schwergewichtig in der Bildungspolitik engagiert. Die Aussicht auf das Amt des «höchsten» Solothurners im Jahr 2024 dürfte wohl auch ein kleines Trostpflaster für Lupi sein. In der eigenen Stadtpartei in Solothurn unterlag er bei der Nomination für die Nachfolge von Stadtpräsident Kurt Fluri Markus Schüpbach, der dann die Wahl verlor.

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