Bildung

Kanton Solothurn sagt Ja zu zwei Fremdsprachen

Französisch soll im Kanton Solothurn die erste Fremdsprache bleiben. (Symbolbild)

Französisch soll im Kanton Solothurn die erste Fremdsprache bleiben. (Symbolbild)

Projekt Passepartout Die Kantone Basel-Stadt, Baselland, Bern, Fribourg, Solothurn und Wallis bekräftigen ihren Beschluss, an der Primarschule zwei Fremdsprachen zu unterrichten. Ebenso bekennen sie sich zu Französisch als erster Fremdsprache.

In allen sechs Kantonen bestehe der Wille, den Staatsvertrag bis 2018 zu verlängern, heisst es in einer Mitteilung. Der Staatsvertrag regelt die Zusammenarbeit und die Umsetzung des Projektes Passepartout.

«Wir setzen ein Zeichen»

«Wir bekennen uns klar zur Strategie der EDK, an der Primarschule zwei Fremdsprachen zu unterrichten», bestätigt Regierungspräsident Urs Wüthrich-Pelloli. Der Baselbieter Bildungsdirektor hat turnusgemäss in diesem Jahr den Vorsitz der Passepartout-Steuergruppe übernommen. «Damit setzen wir gemeinsam ein Zeichen in der Debatte über den Fremdsprachenunterricht an der Volksschule», so Wüthrich-Pelloli.

«Passepartout» steckt mitten im Übergang vom Projekt zum Regelangebot: Im August 2011 starteten die dritten Klassen in fünf Kantonen mit Französisch, zwei Jahre später mit Englisch. (BL begann ein Jahr später.) Sie lernen mit Lehrmitteln, die «Passepartout» eigens erarbeiten lässt. Diese Lehrmittel wurden zuvor in ausgewählten Klassen in den Kantonen Bern, Freiburg, Solothurn und Wallis getestet. Heute arbeiten die dritten bis fünften Klassen regulär mit «Mille feuilles» in Französisch und «New World» in Englisch. Die Lehrmittel für die sechsten Klassen liegen in der definitiven Fassung vor.

Evaluation des Unterrichts

Ein grosser Schritt steht dem Projekt nun bevor: der Übertritt der Schülerinnen und Schüler in die Sekundarstufe I. Die «Passepartout»-Kantone werden im kommenden Schuljahr alle Lehrerinnen und Lehrer für Französisch und Englisch mit gezielter Weiterbildung auf die Arbeit mit den neuen Lehrmitteln vorbereiten.

«Passepartout» hat zudem das Institut für Mehrsprachigkeit der Universität Freiburg (IfM) beauftragt, eine Wirkungsstudie durchzuführen und die Lernerfolge des Fremdsprachenunterrichts zu erheben. Die Erhebungen sollen 2017 (Ende der Primarstufe) und 2020 (Ende der Sekundarstufe I) durchgeführt werden und als Grundlage für Standortbestimmungen im Hinblick auf allenfalls erforderliche Optimierungen dienen. (mgt)

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