«Hohe Qualität»
Interverband für Rettungswesen rezertifiziert den Rettungsdienst der soH

Der in Olten, Solothurn und Balsthal lokalisierte Rettungsdienst der Solothurner Spitäler AG (soH) wurde kürzlich vom Interverband für Rettungswesen rezertifiziert.

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Der Rettungsdienst der soH ist an drei Standorten im Kanton positioniert.

Der Rettungsdienst der soH ist an drei Standorten im Kanton positioniert.

zvg

«Die hohe Qualität in der Patientenversorgung durch die rund 100 Mitarbeitenden des Rettungsdienstes mit der Rezertifizierung bestätigt», teilt die Solothurner Spitäler AG (soH) mit. Die soH erfülle sämtliche Vorgaben des Interverbands für Rettungswesen (IVR) und des Kantons Solothurn.

Notarzt kann beigezogen werden

Der Leistungsauftrag des Kantons Solothurn für das Rettungswesen ist an das vollumfängliche Erfüllen der IVR-Vorgaben gebunden. Bisher fehlte als letzter Mosaikstein noch die Umsetzung des Notarztkonzeptes, das nun im Kanton Solothurn eingeführt ist. Im Normalfall werden Primärnotfalleinsätze von zwei hochqualifizierten Rettungssanitätern begleitet.

Je nach Einsatzmeldung kann in komplexen Fällen neu zusätzlich auch ein Notarzt aufgeboten werden. «Durch das zusätzliche Notarztfahrzeug wird die Hilfsfrist verbessert», so die soH. Die Patienten würden kompetente Hilfe erhalten, unabhängig davon ob zuerst der Notarzt oder die Rettungssanitäter eintreffen.

Notarzt im mittleren Kantonsteil positioniert

Die soH hat sich entschieden, den Notarzt mit dem entsprechenden Einsatzfahrzeug im mittleren Kantonsteil zu stationieren, sodass Einsätze rasch im gesamten Einsatzgebiet Jurasüdfuss erfolgen können. «Der Notarzt ersetzt nichts, sondern ergänzt ein bereits sehr gut funktionierendes System im Sinn einer Vervollständigung», fasst Dr. med. Oliver Reisten, Chefarzt Rettungsdienst soH den Nutzen des Notarztsystems zusammen.

Einheitliche Behandlungsstandards

Erstmalig wurde dem Rettungsdienst soH 2010 die IVR-Anerkennung verliehen. Dies, nachdem die bis dahin noch selbstständig tätigen Rettungsdienste der soH-Spitäler organisatorisch in einer Einheit zusammengefasst worden waren.

«Die Konzentration auf drei Standorte – Olten, Solothurn, Balsthal – führte zu einer Qualitätsverbesserung», so die soH. Die Rettungsdienstequipen können seit diesem Zeitpunkt Notfallpatientinnen und -patienten bei Unfällen und in anderen Situationen im Einsatzgebiet jederzeit innert der vorgegebenen Zeit betreuen.

An den Standorten Solothurn, Olten und Balsthal stehen jeweils zwei Rettungsdienstequipen für Einsätze bereit – in Balsthal tagsüber zwei und nachts eine. Ausserdem wurden die Behandlungsstandards über alle Standorte vereinheitlicht. (mgt)