Unterramsern
Hier gibts sieben Künstler auf einen Streich zu sehen

Die «Alte Brennerei» in Unterramsern öffnet für die Sommerausstellung «art.zehn». Sieben Künstler zeigen ihre Arbeiten.

Fränzi Zwahlen-Saner
Drucken
Teilen
"Art.zehn" Alte Brennerei Unterramsern
7 Bilder
Im Gleichgewicht - Objekt von Rolf Imhof.
Neue grossformatige Ölmalerei von Rudolf Butz.
Verblüffende Glaskunst von Simon Berger.
Figürchen in Holz für alle Lebenslagen von Johannes Hepp.
Buchobjekt von Martin Schwarz.
Sammelobjekte von Christine Aebi-Ochsner.

"Art.zehn" Alte Brennerei Unterramsern

Solothurner Zeitung

«Die Ausstellung im Frühling musste abgesagt werden, umso schöner ist es nun, die Sommerausstellung ‹Art.zehn› durchführen zu können.» Das sagt Tom Gantner, Galerist in der Alten Brennerei in Unterramsern. Er und Alfred Maienfisch führen diesen Sommer die zehnte Ausgabe ihrer Sommerausstellung durch - notabene unter coronabedingten Voraussetzungen. «Dadurch, dass wir einen grossen Aussenraum aufweisen können, ist es möglich eine Vernissage durchzuführen», sagen die beiden. Zudem können die Ausstelungsräume in der Alten Brennerei mit einem vorgezeichneten Rundgang besichtigt werden, mit welchem die Abstandsregeln gut eingehalten werden können. Die sieben Künstler, die in dieser Sommerausstellung ihre Arbeiten zeigen, sind froh. Endlich gibt es wieder eine Ausstellung. «Zwei von ihnen wären im Frühling mit dabei gewesen», erzählt Gantner.

Im Eingangsbereich und im kleinen nebenstehenden Raum sind grossformatige Arbeiten des Solothurners Rudolf Butz zu sehen. Nach einer Zeit der transparenten Acrylmalerei hat er zu seinen Wurzeln zurückgefunden: Grossflächige, abstrakte Ölmalerei mit figurativen Anklängen. Der Winterthurer Martin Schwarz zeigt im Treppenhaus und im oberen Stock Gemälde, in der Manier von Vincent van Gogh. Ebenfalls zeigt er fantasievolle Buchobjekte. Christine Aebi-Ochsner und ihre Sammelkunst mit Püppchen und anderen Fundstücken in Kasten und Kästchen eröffnen neue Universen. Johannes Hepp aus Würzburg lädt beim Weitergehen in sein Figurinen-Reich ein. Filigrane Holzfigürchen in allen Lebens- und Gemütslagen sind sein Markenzeichen.

Der Oberaargauer Simon Berger experimentiert immer weiter mit dem Werkstoff Glas. Faszinierend sind die Porträts, die er per gezielte Glassplitterungen schafft. Neu zeigt er jetzt Glaskuben, in die Kugeln eingedrungen sind. Eine Ästhetik des Schreckens könnte ist man versucht zu erkennen.
Im Untergeschoss finden sich Fantasieobjekte des Solothurners Rolf Imhof und ebensolche des Hospenthalers Gedeon Regli. Dessen Markenzeichen sind die Verschmelzung von unmöglich zusammen gehörenden Stoffen, mit denen er die Grenzen der Physik auslotet.
Vernissage 15.August ab 17 Uhr. Ausstellung bis 20.9.2020.

Aktuelle Nachrichten