Seit über Olten ein Spardiktat herrscht, sind die öffentlichen Museen im Zentrum des Sparens. Gemäss Bulletin der Stadt Olten haben die drei städtischen Institutionen Kunstmuseum, Naturhistorisches Museum und Historisches Museum rund 30 Prozent ihrer Gelder seit 2012 verloren. Da muss man auf die Idee kommen, die Strukturen zu verschlanken, will man die Häuser nicht einfach nur schliessen.

Eine der bestechendsten Ideen dafür ist das sogenannte «Haus der Museen», welches an der Konradstrasse 7 entstehen soll. Es ist die Liegenschaft, in der von Alters her das historische Museum von Olten untergebracht ist.

Im oberen Bereich findet derzeit auch die archäologische Sammlung des Kantons Solothurn dort ihren Platz. Das Projekt will nun, dass in einer ersten Etappe auch noch die Sammlung des Naturhistorischen Museums, welches derzeit in der Liegenschaft an der Kirchgasse 10 untergebracht ist, an die Konradstrasse gezügelt wird.

In einer zweiten Etappe im Jahr 2017 soll dann das Kunstmuseum an der Kirchgasse 7 in das leer gewordene Haus Kirchgasse 10 ziehen. Somit wäre eine Liegenschaft, nämlich jene an der Kirchgasse 7 leer geräumt und könnte – wegen ihrer guten Lage - an Gewerbetreibende vermietet werden. So die Vorstellungen der Stadt Olten.

Trotzdem Volksabstimmung

Nun hat der Regierungsrat des Kantons Solothurn der Stadt Olten für diese Umbau- und Neuorganisationsmassnahmen 2,3 Mio. Franken aus dem Lotteriefonds zugesagt.

Markus Dietler, Stadtschreiber und Verantwortlicher für dieses Geschäft, meint: «Es freut uns natürlich, dass die Regierung dieses Geld bewilligt hat. Doch auch mit dieser Summe werden die Nettokosten für die Stadt die Vier-Millionen-Grenze übersteigen, und damit wird eine Volksabstimmung für das Projekt nötig sein.»

Dietler meint, dass diese am 5. Juni über die Bühne gehen wird, sofern das Parlament vorher zustimmt, und er ist zuversichtlich: «Die Museen sind in Olten gut etabliert, und es ist doch eine bestechende Idee, dass wir aus drei Häusern zwei machen können.» So würden Synergien, bezüglich Infrastruktur oder Personal genutzt und ein Haus würde in einer zweiten Etappe für eine andere Nutzung frei werden.

Nach dem Stadtrat gegen Ende Februar wird das Oltner Parlament über das Projekt am 17. März beraten. «Wie hoch die Kosten für die gesamte Neuorganisation mit den entsprechenden Umbauten werden, kann derzeit noch nicht abschliessend beziffert werden», so Dietler weiter. «Doch der jetzt zugesagte Beitrag aus dem Lotteriefonds entspricht unseren Erwartungen für die Kosten der ersten Etappe.» Damit ist auch klar, dass für die zweite Tranche weitere Gelder nötig werden.