Die scheidende Präsidentin Linda Gasser würdigte die grosse Arbeit durch die Projektleitung und den Vorstand. Der aktuelle Planungsstand lasse hoffen, dass das Ziel des Vereins, die Eröffnung eines Sterbehospizes in der Region Solothurn, schon bald realisiert werden könne. Seit 1. Juni 2017 hat Lena Dick-Leitner den Verein tatkräftig als Projektleiterin unterstützt und viel zum Vorankommen des Projekts beigetragen.

So wurden in Zusammenarbeit des Vorstands und der Projektleiterin alle relevanten Konzepte, die für den Betrieb und die Bewilligung des Hospizes nötig sind, erarbeitet. Ebenfalls hat sie den Businessplan zusammen mit einem Betriebswirt ausgearbeitet. Das Projekt wurde im Hintergrund durch Projektmanager Beat Heuberger (H+H Management) unterstützt.

Ziel sind 2 Mio. Franken

Um das finanzielle Ziel zu erreichen, wurde mit Félizitas Dunekamp eine professionelle Fundraiserin engagiert. Der Einsatz des gesamten Vorstandes und der Projektleitung ist bei der Mittelakquisition unerlässlich. Ziel ist es, möglichst viele Gönner und Stiftungen von der Notwendigkeit des Sterbehospizes zu überzeugen.

Die von Christine Rindlisbacher präsentierte Jahresrechnung zeigt es deutlich: Spenden sind notwendig. Das Jahr schliesst mit einem Verlust von 128'000 Franken ab. Nur dank eines zinslosen Darlehens einer Gönnerin in der Höhe von 200'000 Franken wurde die vorbetriebliche Projektarbeit ermöglicht. Um mit einem Hospiz starten zu können und den Betrieb in den ersten Jahren gewähren zu können, benötigt der Verein Spenden und Zuwendungen in der Höhe von mindestens 2 Millionen Franken.

Knacknuss: Liegenschaft

Auf der Suche nach einem geeigneten Sterbehospiz wurden verschiedene Liegenschaften besichtigt und mithilfe des zuständigen Departements beurteilt. Die zwischenzeitlich bekannten Rahmenbedingungen für die Liegenschaft in Lüterkofen haben sich als sehr grosse Herausforderung herausgestellt. Aufgrund der geforderten infrastrukturellen Bedingungen müsste ein grösserer Betrag für bewilligungstechnische Umbauten investiert werden. Das dafür notwendige Spendenziel liegt zur Zeit noch in weiter Ferne. Aus diesem Grund muss zum jetzigen Zeitpunkt auf den Liegenschaftskauf verzichtet werden. Das Projekt «Sterbehospiz Solothurn» wird jedoch im bisherigen Umfang vorangetrieben und es wird parallel nach Alternativen gesucht.

Die Verantwortlichen sind zuversichtlich, ihr Ziel, die Eröffnung eines Sterbehospizes in der Region, im Verlaufe des Jahres 2020 zu erreichen.

Zumbrunnen neue Präsidentin

An der Vereinsversammlung gab Linda Gasser, die erste Vereinspräsidentin, ihren Rücktritt bekannt und präsentierte auch gleich ihre mögliche Nachfolgerin: Heidi Zumbrunnen, ehemalige Schulevaluatorin, Schulinspektorin und Lehrerin aus Langendorf. Sie beschäftigt sich seit längerer Zeit intensiv mit den Themen Sterben und Abschied.

Sie wurde einstimmig zur neuen Präsidentin gewählt. Der Vorstand setzt sich neu wie folgt zusammen: Heidi Zumbrunnen, Langendorf (Präsidentin); Christine Rindlisbacher, Solothurn; Barbara Käch, Solothurn; Daniel Preisig, Solothurn; Bruno Greusing, Solothurn.

Um dem immer grösser werdenden Arbeitsanfall gerecht zu werden, wird der Vorstand nun von drei Beirätinnen unterstützt: Susan Weber, Luterbach, Katechetin; Susanna Meier, systemische Therapeutin und Abschiedsbegleiterin und Rosa Tirler, Theologin/Seelsorgerin im Pastoralamt Wasseramt Ost und Pflegefachperson. Alle drei Frauen sind mit dem Thema Palliative Care vertraut und können dem Vorstand mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung helfen, die Aufgaben zu bewältigen. (mgt)