Amtsgericht

Freundin vor den Kindern erstochen? Mordprozess gegen Eritreer abgebrochen

20 Stiche in Kopf und Hals

20 Stiche in Kopf und Hals

Er soll seine Exfreundin vor den Augen seiner Kinder erstochen haben. Nun streitet der mutmassliche Mörder die Tat vehement ab.

2013 soll er seine Freundin auf brutalste Weise erstochen haben. Der mutmassliche Mörder von Trimbach beteuert seine Unschuld – auch am Mittwoch vor Amtsgericht. Drei Tage sollte die Verhandlung dauern – nach drei Stunden wurde aber abgebrochen.

20 Stiche in Kopf und Hals soll der 41-jährige Mann aus Eritrea seiner Freundin verpasst haben – und das vor Augen seiner beiden Söhne. Diese waren damals drei und sechs Jahre alt. Angehörige und Freunde waren nach dieser Tat geschockt. «Dieser Mann ist ein Tier», sagte damals die beste Freundin des Opfers.

Der Angeklagte weist diese Vorwürfe von sich. Schon vor Beginn der Gerichtsverhandlung in Olten wendet er sich an die Reporter von «TeleM1» und beteuert seine Unschuld.

Er könne ein Interview geben, sofern es die Polizei erlaube, sagt er in gebrochenem Englisch. Dazu kommt es nicht, die Frage, ob er seine Frau umgebracht habe, beantwortet er mit einem mehrfachen «No!».

Der Prozess sollte drei Tage lang dauern. Weil am Mittwoch aber neue Beweisanträge gestellt wurden, wurde er bereits nach drei Stunden abgebrochen. Das Amtsgericht fordert ausserdem ein neues medizinisches Gutachten über das Opfer. Die Verhandlung wurde in den kommenden Sommer verlegt.

«So etwas noch nie erlebt»

Auch im Gerichtssaal soll der Angeklagte versucht haben, seine angebliche Unschuld publik zu machen, wie «TeleM1» berichtet. Er nahm den Richtern mehrfach das Wort, um seine Geschichte zu erzählen. Er forderte ausserdem einen anderen Anwalt – am liebsten wolle er sich selbst vertreten. Der Gerichtspräsident sagte gegenüber dem Regionalsender, dass er so etwas in seinem Gerichtssaal noch nie erlebt habe. (nka)

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