Energiekonzern

Freie Bahn für eine «neue» Alpiq: Aktionäre stimmen allen Anträgen zu

Alpiq schüttet keine Dividende aus.

Alpiq schüttet keine Dividende aus.

Drei Ankeraktionäre haben nun bei der Alpiq Holding definitiv zu 100 Prozent das Sagen: Es sind dies die Schweizerische Kraftwerksbeteiligungs-AG, die Westschweizer EOS Holding sowie das Konsortium Schweizer Minderheitsaktionäre. Zu Letzterem gehören neben dem Kanton Solothurn die Aziende Industriali di Lugano, die Genossenschaft Elektra Baselland, die Genossenschaft Elektra Birseck, die Eniwa Holding AG Buchs sowie die WWZ AG Zug. Nach dem Ausstieg der französischen EDF stand bei Alpiq ein Grossumbau an, der mit dem Einstieg der im Besitz der Credit-Suisse Anlagestiftung (CSA) stehenden Schweizerischen Kraftwerksbeteiligungs-AG eine neue Dimension erhielt.

An der Generalversammlung der Alpiq-Aktionäre wurde nun mit 91,73 Prozent aller eingetragenen Aktien klare Verhältnisse geschaffen. Dies nach einem fast einjährigen Ringen mit den Publikumsaktionären, die etwas über 11 Prozent des Aktienkapitals gehalten hatten. Einige von ihnen hatten sich bei der Übernahmeankündigung für eine höhere Abfindung gewehrt. Die bis zuletzt verbliebenen Kleinaktionäre erhalten nun mit 70 Franken pro Titel die gleich hohe Abfindung wie jene, die ihre Aktien zuvor bereits im Rahmen des öffentlichen Kaufangebots abgetreten hatten.

Die Generalversammlung genehmigte weiter auch die Konzernrechnung 2019 der Alpiq Holding AG. Aufgrund der Ergebnissituation wurde auf Antrag des Verwaltungsrates beschlossen, keine Dividende auszuschütten. Dem von Jens Alder präsidierten Verwaltungsrat gehört als Vertreter des Kantons Solothurn auch weiterhin Heinz Saner (Olten) an.

Fast 20 Prozent der ganzen Stromproduktion

Die Anlagen von Alpiq leisten nach Konzernangaben einen Anteil von gegen 20 Prozent an der gesamten Stromproduktion der Schweiz und damit einen wichtigen Beitrag an die Versorgungssicherheit sowie für die Umsetzung der Energiestrategie 2050. Das Unternehmen sei «mit seinem flexiblen Kraftwerkspark Teil einer klimafreundlichen Energiezukunft», wird betont. (ums.)

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