Kindsmissbrauch

Fall Nathalie: Noch eine Strafanzeige

Der Vater missbrauchte seine Tochter wiederholt sexuell (gestellte Aufnahme, Symbolbild).

Der Vater missbrauchte seine Tochter wiederholt sexuell (gestellte Aufnahme, Symbolbild).

Der Druck auf die Behörden, der Gefährdung der achtjährigen Nathalie, die von ihrem Vater missbraucht worden sein soll, ein Ende zu bereiten, nimmt weiter zu. Ausgehend von einem Personenkreis rund um die Kindsmutter wurde mit Datum vom 1. Juni beim Regierungsrat eine Strafanzeige gegen die verfahrensführenden Personen der Staatsanwaltschaft Solothurn eingereicht.

Kern der erhobenen Vorwürfe: Es soll geprüft werden, ob mit der Verweigerung dringender amtlicher Handlungen zur Beförderung des Strafverfahrens gegen den Kindsvater eine strafrechtlich relevante Verletzung von Amtspflichten vorliegt. In der Anzeige, die dieser Zeitung vorliegt, ist mit Bezug auf die Tatsache, dass der Kindsvater bisher nicht festgenommen worden, von einer «unzulässigen und skandalösen Bevorteilung des Beschuldigten» die Rede. Konkret ist von «Täterschutz» die Rede. Dabei geht es den Urhebern der Strafanzeige auch darum, dass der Kindsvater viel Zeit hatte, wichtiges Beweismaterial zu vernichten.

In der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass im Fall Nathalie zum einen gegen zwei Ärztinnen der Kinder- und Jugendpsychiatrie Baselland eine Strafanzeige eingereicht wurde und dass zum andern Vorwürfe gegen die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) Dorneck-Thierstein abgeklärt werden. (bbr.)

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