Le Landeron
Ehe, die funktioniert: Städtepartnerschaft zwischen Le Landeron und Solothurn

Vor elf Jahren wurde im Landhaus die Städtepartnerschaft zwischen Le Landeron und Solothurn besiegelt. Eingebettet in diediesjährige HESO wurde der Freundschaftsbund bestätigt.

Katharina Arni-Howald
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Solothurn und Le Landeron (rechts).

Solothurn und Le Landeron (rechts).

key/zvg

Bereits 1449 hatte Solothurn mit dem schmucken Städtchen am oberen Ende des Bielersees ein Burgrecht abgeschlossen. Darin enthalten war das gegenseitige Versprechen, sich bei Kriegszügen zu helfen. Doch nicht nur das: Solothurn versprach den «Landeronais» während der Reformationszeit auch, mit ihnen für die Aufrechterhaltung des katholischen Glaubens zu kämpfen und somit dem Druck von Bern und Neuenburg zu widerstehen. Zudem kamen das St. Ursenstift und das Bürgerspital dank Niklaus Wengi dem Älteren früh schon in den Besitz von Rebland in Le Landeron. Dies waren vor elf Jahren gute Voraussetzungen für eine Städtepartnerschaft.

«So schnell vergehen die Jahre»

«Es kommt mir vor, als wäre es erst gestern gewesen», begrüsste Stadtpräsident Kurt Fluri die Delegation aus der Partnerstadt wie damals im Landhaus. Verschönert wurde die Jubiläumsfeier für geladene Gäste mit Auftritten der Blasmusik «La Cécilienne» und dem Chor «Le Madrigal». Doch auch die Öffentlichkeit ging nicht leer aus: Während die Blasmusik am Samstag an der Blasmusikparade begeisterte und mit einer Kostprobe ihres Könnens im Schanzengraben aufwartete, sorgte der Chor «Le Madrigal» in der Jesuitenkirche für die leisen Töne.

«So schnell vergehen die Jahre», fuhr Kurt Fluri in seiner Begrüssungsansprache fort und stellte fest, dass sich das Verhältnis zwischen den beiden Städten in diesen elf Jahren noch vertieft hat. Dazu beigetragen haben zahlreiche gemeinsame Feste, was Fluri zur Aussage motivierte: «Diese Ehe funktioniert nicht nur auf Behördenebene, sondern lebt auch von vielfältigen zwischenmenschlichen Beziehungen.» Als Dank überreichte der Stadtpräsident den «Landeronais» eine mit den beiden Stadtwappen verzierte Gedenktafel, die den Vertrag neu besiegeln soll.

Roland Spring, Gemeindepräsident von Le Landeron, ergänzte die Worte von Fluri und dankte den Behörden für die Möglichkeit, an der diesjährigen HESO auch mit einem eigenen Messestand teilnehmen zu dürfen. Um dem gemeinsamen Wurzelstock weiter Nahrung zuzuführen, übergab Spring der Stadt Solothurn ein kleines Lindenbäumchen, das irgendwo in der Stadt einen Platz finden wird. Fluri versprach, dass mit der Überbauung «Weitblick» endlich auch eine Strasse nach der Partnerstadt benannt werden soll.

«C’est une belle ville et une belle histoire», staunte ein «Landeronais» auf der Aussentreppe des Landhauses. «Ca donne envie de revenir.»

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