Neueröffnung

Drei Sammlungen unter einem Dach: Das neue Oltner Museumszeitalter ist angebrochen

Am 23./24. November öffnet das «Haus der Museen» in Olten nach Umbau und Neukonzeption seine Türen – mit drei Sammlungen unter einem Dach.

Olten und seine Museen: eine nicht immer einfache Geschichte. Vor allem als im Nachgang zur Oltner Finanzkrise die Frage nach der Berechtigung solcher Häuser aufkam. «Doch es entstand eine Solidaritätswelle in der Stadt, welche sich in der Volksabstimmung im Juni 2016 manifestierte, als mit einer 82prozentigen Zustimmung die Oltner sich für die Schaffung eines Hauses der Museen aussprachen», erklärte Stadtschreiber Markus Dietler beim ersten Rundgang mit den Medien.

Gekostet hat das Haus insgesamt 8,2 Mio. Franken; 5,9 Mio. Franken zahlt die Stadt Olten; 2,3 Mio. Franken der Lotteriefonds. Nun ist das «Werk» vollbracht: Die drei grossen Sammlungen ‑ jene des Naturmuseums Olten, des Historischen Museums Olten und des kantonalen Archäologischen Museums, die ebenfalls seit vielen Jahren in Olten beheimatet ist ‑ haben alle im neu konzipierten «Haus der Museen» an der Konradstrasse ihre Räume gefunden.

Drei Themen, drei Ausstellungskonzepte

Die drei unterschiedlichen Sammlungen weisen auch museal unterschiedliche Konzepte von drei unterschiedlichen Museumsgestaltern auf. Begründet wird dieses Vorgehen nicht bloss mit den unterschiedlichen Themen, sondern auch damit, dass die drei Museen nach wie vor unterschiedliche Trägerschaften haben. Dennoch sind Synergien in Bezug auf Personal und Betrieb möglich und werden auch genutzt. Eine markante Änderung, die der Besucher bereits von Aussen bemerkt, ist der neu platzierte Eingang.

Wer dann via Rezeption den ersten Stock betritt und im Vorraum der Ausstellung des Naturmuseums steht, wird überrascht: Dieser Raum ist «Toulouse», dem König von Olten gewidmet. Mehr darüber sei hier nicht verraten. Die eigentliche Dauerausstellung des Naturmuseums trägt den Titel «Olten natürlich vielfältig». Museumsleiter Peter F. Flückiger erklärt, dass diese Ausstellung sich grob in zwei Teile gliedert: Einen Geologischen und einen Biologischen. Insgesamt sind es fast 300 Präparate ‑ teils Neue, teils Restaurierte - und Objekte, die vom Leben und der Umwelt in und um Olten und den Kanton Solothurn beschreiben.

Im zweiten Stock hat die Sammlung des Historischen Museums ihren Platz gefunden. Im Vorraum sind Eisenbahnmodelle zu sehen und es heisst: «Olten: Bitte alles aussteigen». Leiterin Luisa Bertolaccini: «Olten kennen alle ‑ aber wird nur wenig besucht». Hier ist die ganze Palette der Stadt-Geschichte zu erfahren. Im dritten Stock dann findet sich das Archäologische Museum des Kantons, die jetzt endlich zeitgemäss und attraktiv präsentiert werden kann. Dessen Leiterin Karin Zuberbühler sagt zum Konzept: «Wir wollen der Vergangenheit ein Gesicht geben.» Der vierte Stock, früher der Estrich, wurde zu einem Raum für Wechselausstellungen ausgebaut. Derzeit ist dort «Die Katze. Unser wildes Haustier» zu sehen.

Samstag ab 14 Uhr und Sonntag ab 10 Uhr ist das Haus der Museen gratis zu besichtigen.

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