Gastro

Die Solothurner Gewinner und Verlierer im Gastroführer «Gault Millau»

Das Salzhaus gehört zu den diesjährigen Verlierern des Gault Millau.

19 Gastronomiebetriebe im Kanton konnten sich dieses Jahr 12 bis 17 Gault Millau-Punkte holen. Für manche Betriebe singen die Kritiker des Restaurantführers regelrechte Lobeshymnen, während andere unten durch müssen. Wie beispielsweise das Salzhaus in Solothurn.

«Insgesamt würde mehr Power in der Küche nichts schaden und dem Service würde mehr Konzentration auch bei Hochbetrieb gut anstehen», heisst es in der Kritik des Salzhauses in Solothurn. Mit der Einbusse eines Punktes gehört es klar zu den Verlierern dieses Jahres. Laut dem Kritiker sei bei seinem Besuch das Spargelrisotto übersalzen gewesen, der Involtino hingegen zu wenig. Des weiteren sei sein Wunsch für eine kleine Anpassung am Gericht beim Service untergegangen. Lobende Worte fand der Kritiker lediglich für die mustergültig gegarten Spargeln und das lauwarme Schokoküchlein mit Nelkenglace. Doch das reichte lediglich für 13 Punkte. 

Zu den diesjährigen Verlierern gehört auch die Eintracht in Kestenholz: Mit 13 erhaltenen Punkten musste auch sie einen Punkt abgeben. Zumindest die Kritik des Restauranttesters fiel etwas weniger hart aus als beim Salzhaus. Nach einem marinierten Lachs, der gemäss der Kritik zu fade und zu dick geschnitten war, erfreute sich der Gastrokritiker über die «tadellose» Sauerkraut-Cappuccino Suppe mit Kalbsmilken. Das war dann auch so ziemlich das Positivste an seinem Besuch, wie aus seiner Kritik klar wird: Die Jakobsmuscheln seien zu lange gratiniert worden und der Rohschinkenmantel um das Kalbsfilemedaillon sowie die Morchelsauce zu dick gewesen. 

Die Gewinner 

Der diesjährige Gewinner ist das Romantik Hotel Sternen in Kriegstetten. Während das Lampart's in Hägendorf, die Säge in Flüh, die Traube in Trimbach und das Le Feu in Attisholz ihre Punkte verteidigen konnten, erhält das Hotel einen zusätzlichen Punkt und ist nun im Besitz von 14 Punkten. «Der altehrwürdige Dorfgasthof schwingt unter Küchenchef Pierre Kaufeis zu neuen kulinarischen Höhen auf», beginnt die Kritik. Bei einem Tapas-Menü mit 13 Gänge habe der Küchenchef zeigen können, was er drauf hat. «Im Gartenzimmer zaubert er eine Köstlichkeit nach der anderen an», heisst es im Gastroführer weiter. Vorzüglich sei nebst der Vorspeise aus Topinambur und der schwarzen Taglierini auch die karamelisierte Rüeblisuppe gewesen. Weiter schreibt der offensichtlich entzückte Kritiker: «Klasse hatte der Tataki vom Rind mit Buttermilchsauce und Granny-Smith-streifen. Nur Lob verdiente der Kabeljau auf Venere-Reis mit Karotten-Variationen und einem Klecks Pesto.» Einzig der Hauptgang sei laut dem Kritiker unspektakulär gewesen, dafür aber perfekt gemacht.

Neu im Gastroführer 

Neu durfte sich auch das Zollhaus in Olten dem Gault Millau Kritiker stellen und dabei 14 Punkte herausholen. Auch hier gab es scheinbar nichts zu kritisieren: Der Gastrokritiker lobt die Effizienz der Küche und die geschmackvollen Speisen des jungen Kochs Adrian Müller. (gue)

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