Buchegg
Die Alte Posthalterei wird kurzzeitig mit viel Leben und Kunst gefüllt

Fünf Kunstschaffende wollen mit einer gemeinsamen Ausstellung Begegnungen in der Fusionsgemeinde ermöglichen. Die Kunst und Geschichte wird auf eine ganz neue Art präsentiert und lockt an der Vernissage viele Besucher an.

Gundi Klemm
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Fünf Kunstschaffende stellen in der Alten Posthalterei gemeinsam aus (v.l.): Bärnu Anderegg, Roberto Wiedmer, Tanja Zimmermann (kniend), Veronika Medici und Merwin Erwin Bader. Hanspeter Bärtschi

Fünf Kunstschaffende stellen in der Alten Posthalterei gemeinsam aus (v.l.): Bärnu Anderegg, Roberto Wiedmer, Tanja Zimmermann (kniend), Veronika Medici und Merwin Erwin Bader. Hanspeter Bärtschi

Hanspeter Baertschi

Mit Bärnu Anderegg, Veronika Medici, Roberto Wiedmer, Tanja Zimmermann und Merwin Erwin Bader haben sich fünf Kunstschaffende unter dem Motto «Kunst Begegnung Buchegg» zusammengetan.

Gemeinderat Roger Kaufmann – zuständig für das Ressort Kultur der Fusionsgemeinde Buchegg – brachte es in seiner Eröffnungsansprache im Beisein von Gemeindepräsidentin Vreni Meyer auf den Punkt: «Mit solchen Anlässen schlagen wir einen wichtigen Pflock ein, damit unsere Gemeinde zusammenwächst.»

Das Vernissagepublikum in der alten Posthalterei konnte dieser Aussage nur zustimmen und blieb über vier Stunden gemütlich zusammen. Auch für die fünf Ausstellenden liege das Hauptmotiv neben ihrer Kunst in den damit vermittelten Begegnungen, bekräftigte Organisator Bärnu Anderegg. Und die stimmige Bluesmusik von Gitarrist «Mr. Martin» trug zusätzlich zum Gelingen des Abends bei.

Auge und Herz beteiligt

Der erste Raum, das Poststübli, präsentiert Kunst und Geschichte auf eine ganz neue Art. Veronika Medici hat sich an Postkarten von Cuno Amiet und dem in Buchegg wohnhaften Werner Miller erinnert, auf denen sich die beiden 1961 und 1959 verstorbenen Künstler – wohlgesetzt in Wort und Bild – Grüsse übermittelten («Künstlerfreundschaft», 1965 im Verlag Vogt-Schild erschienen).

Sie selbst hat ebenfalls Freunde und Verwandte jahrelang mit selbst gemalten Kartenmotiven aus aller Welt und aus der Heimat erfreut. Heutzutage, wo kaum noch ein Brief von Hand geschrieben wird, mutet dieser Teil der Ausstellung wie ein liebenswürdiger Einblick in eine andere, entschleunigte Zeit an.

Vielfältige Kunstformen

Abwechselnd platziert folgen in den weiteren Räumlichkeiten die gegenständlichen Metallfiguren von Merwin Erwin Bader, der sein Atelier in der Schmiede Lüterkofen führt und mit fantasievoller Fülle aufwartet.

Tanja Zimmermann, beruflich tätig als Kunsttherapeutin im Discherheim, nimmt mit ihren bildhaften Impressionen gefangen, die von ihren archaisch wirkenden Skulpturen kontrastiert werden.

In der Kunstwelt bekannt ist Roberto Wiedmer (Biezwil), der hier Werke als Grafiker und Maler beisteuert und gleichzeitig in der Wirtschaft Schloss Buchegg ausstellt. Mit seinen Kompositionen erlebt man eine Reise in fremde Kulturen, deren Ausdrucksformen bei näherer Betrachtung so viele Ähnlichkeiten aufweisen.

Etwa die Wiedmer-Darstellung von König Arthurs Schwert aus der Normandie besitzt grafische Gemeinsamkeiten mit der Volkskunst der Maori. Auch seine naturgetreu wirkenden Tierbilder gefallen in ihrer farbigen Plastizität.

Reichhaltig in unterschiedlichsten Motiven und stilistischen Spielformen ist Bärnu Anderegg beteiligt. Heimatliebe und der Wunsch, besondere Eindrücke festzuhalten, sprechen aus seinen Landschaftsbildern, die er mit Dispersionsfarben malt.

Das Posthalter-Bauernhaus steht kurz vor dem Umbau. Kurzzeitig ist es mit der Ausstellung offen. Geöffnet an den Wochenenden vom 15./16. und 22./23. März; Samstag 16–19 Uhr, Sonntag 14–17 Uhr.

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