Contact Tracing, Impfen, Entschädigungen
Wie gut hat der Kanton Solothurn die Pandemie gemanagt? Eine externe Evaluation soll Klarheit schaffen

Der Regierungsrat hat beschlossen, die Pandemiebewältigung des Kantons Solothurn extern evaluieren zu lassen. Die Evaluation soll sowohl eine rückblickende Analyse wie auch Empfehlungen für die Zukunft umfassen.

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Regierungsrätin Susanne Schaffner (links) und Kantonsärztin Yvonne Hummel.

Regierungsrätin Susanne Schaffner (links) und Kantonsärztin Yvonne Hummel.

Hanspeter Bärtschi

Der Regierungsrat des Kantons Solothurn will die bisherige kantonale Pandemiebewältigung im Rahmen einer externen Evaluation untersuchen lassen. Die Evaluation wird einerseits rückblickend analysieren, wie die Pandemiebewältigung durch den Kanton organisiert und umgesetzt wurde und andererseits Optimierungspotenzial für die Zukunft aufzeigen. Das teilt der Kanton in einer Mitteilung vom Dienstag mit.

Evaluation und Handlungsempfehlungen

Der Evaluationsbericht soll Antworten geben zu folgenden Themen:

  • War der Kanton Solothurn genügend auf eine Pandemie vorbereitet?
  • War die Organisationsform der Pandemiebewältigung zweckmässig?
  • Welche Massnahmen zur Pandemiebewältigung wurden ergriffen und war die Umsetzung effektiv und effizient? Wurden die Zielgruppen erreicht?
  • Welche Aussagen über Wirkungen bei den Zielgruppen lassen sich auf der Basis vorhandener Daten machen?
  • Was kann für die Zukunft gelernt werden?

Die Untersuchung umfasst den Zeitraum von Februar 2020 bis März 2022.

Von links: Brigit Wyss, Remo Ankli, Susanne Schaffner, Yvonne Hummel.

Von links: Brigit Wyss, Remo Ankli, Susanne Schaffner, Yvonne Hummel.

Hanspeter Bärtschi

Contact Tracing, Impfen, Entschädigungen

Die Evaluation werde die gesamte Pandemiebewältigung abdecken, so der Kanton weiter. Insbesondere sollen die Themen Impfen, individuelles und repetitives Testen, Contact Tracing untersucht werden. Weiter die Härtefallmassnahmen für Unternehmen, Kurzarbeitsentschädigung und Unterstützungsmassnahmen im Sport- und Kulturbereich.

Analysiert werden sollen auch die Zertifikate, die Massnahmen für Gesundheitseinrichtungen, die Massnahmen für Schulen, weiter die Schutzmaterialverwaltung, die Massnahmen wie Maskenpflicht, Zugangs- oder Kapazitätsbeschränkungen, Schutzkonzepte, Bewilligung von Veranstaltungen sowie Information und Kommunikation.

In einem ersten Schritt werden nun verschiedene Offerten eingeholt, schreibt der Kanton. Er setze eine interdepartementale Begleitgruppe ein, welche die Arbeiten aktiv begleite. Der Evaluationsbericht soll im Frühling 2023 vorliegen und publiziert werden.