«Startpunkt Wallierhof»

«Chance gepackt»: Sie schliessen ihr Brückenjahr erfolgreich ab

Stolz auf das geschaffte Brückenjahr: Absolventinnen und Absolventen vom «Startpunkt Wallierhof».

Stolz auf das geschaffte Brückenjahr: Absolventinnen und Absolventen vom «Startpunkt Wallierhof».

Auch der «Startpunkt Wallierhof», ein Brückenangebot im Kanton Solothurn, feiert seine erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen. Zum Abschluss wurde auch der Pionier der Startpunkts geehrt; Peter Brügger, Sekretär das Solothurner Bauernverbandes.

Das Schuljahr 2019/2020 ist für die Schülerinnen und Schüler im «Startpunkt Wallierhof» ein spezielles Jahr gewesen. Gestartet sind sie in dieses Brückenjahr mit vielen Fragezeichen. Wer bin ich? Was will ich? Was kann ich? Der Unterricht am Wallierhof, sowie die Arbeit bei den Gastfamilien haben zur Beantwortung dieser Fragen beigetragen.

Als die Covid-19-Pandemie ausgebrochen ist, hat sich diese zwangsläufig auch auf das Brückenangebot ausgewirkt. Der Präsenzunterricht ist durch den Fernunterricht abgelöst worden. Manche Jugendliche sind permanent bei ihren Gastfamilien geblieben, einzelne durften sie nicht mehr besuchen. Diese Fahrplanänderung hat einerseits eine grosse Chance für den Umgang mit der Technik geboten, andererseits ist es insgesamt schwierig geworden, in der Ferne der ausserordentlichen Lage die notwendige Nähe zueinander nicht zu verlieren.

«Lehre Chrampfe»

So ist der Fernunterrichtsschwerpunkt während der Coronazeit auf ein Präsentationsmodell gelegt worden. Die Absolventinnen und Absolventen haben als Produkt einen persönlichen Kurzfilm erstellt, bei welchem ihre Erkenntnisse und schönsten Momente des vergangenen Jahres aufgezeigt worden sind.

«In das Brückenjahr bin ich als kleine und feine Rebe gestartet. Heute stehe ich hier auf der Bühne, bin grösser geworden und habe dicke Äste» präsentiert ein junger Absolvent, welcher sein Praktikum auf einem Weingut im Aargau absolviert hat. Weitere Zitate der Jugendlichen ergänzen die vielfältige Sammlung der Erfahrungen, welche sie in ihre Rucksäcke gepackt haben: «Es gab auch weniger sonnige Tage. An diesen bin ich besonders gewachsen.», «Ich habe mich von einer verschlossenen Knospe zu einer aufblühenden Rose entwickelt», «Ich kam mit wenig und gehe mit viel».

Der Regierungsrat dankt dem Pionier

Im Rahmen der Feier überbringt Regierungsrat Remo Ankli, als Vorsteher des Departementes für Bildung und Kultur die Grussbotschaft der Solothurner Regierung. In seiner Rede an die Jugendlichen lobt er sie, dass sie ihre Chancen im vergangenen Jahr genutzt haben. Damit dies erst möglich geworden ist, dafür steht und bemüht sich seit zwölf Jahren das Team des Startpunkts. «Damit sich das Brückenangebot erfolgreich etablieren konnte, und dass wir an der heutigen Abschlussfeier heute alle mit dabei sein können, dafür brauchte es damals vor zwölf Jahren einen Pionier.»

Mit diesen Worten leitet der Regierungsrat einen besonderen Dank ein. Peter Brügger, Bauernsekretär des Solothurner Bauernverbandes, wird im kommenden Jahr seinen verdienten Ruhestand antreten. Er dankt ihm für sein ausserordentliches Engagement zugunsten dieses Brückenangebotes und die gute, departementsübergreifende Zusammenarbeit. «Die Lancierung und die erfolgreiche Entwicklung des Startpunkt Wallierhof ist ein Erfolgsmodell, welches wir gerne weiterführen», mit diesen Worten wünscht er Peter Brügger auch in Zukunft viel Freude beim Weiterverfolgen der nachhaltigen Entwicklung des Startpunkt Wallierhof.

Eine weitere Anerkennung widmet er den fünfzig Gastfamilien, welche er als «Das zentrale Element» des Brückenangebots bezeichnet. Sie geben Jugendlichen eine echte Chance, nehmen diese für ein Jahr auf und binden sie in ihrer Familie und den Berufsalltag ein. Damit fördern sie die Sozialkompetenz, die Selbstständigkeit und die Eigenverantwortung.

Am Ende werden den Jugendlichen, dem Schutzkonzept entsprechend mit genügend Abstand, die Abschlusszeugnisse überreicht. Die Absolventinnen und Absolventen bedanken sich bei ihren Lehrpersonen für die individuelle Begleitung, die Hartnäckigkeit und dafür, dass sie immer an die Chancen aller geglaubt haben. (mgt)

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