Flumenthal/Deitingen

Bundesasylzentrum sucht noch einen Caterer – dann ist man komplett

Die Küche im Flumenthaler Bundesasylzentrum: Hier werden die gelieferten Speisen aufgewärmt.

Die Küche im Flumenthaler Bundesasylzentrum: Hier werden die gelieferten Speisen aufgewärmt.

Das Bundesasylzentrum in Flumenthal sucht für die Verpflegung der Asylsuchenden noch einen Caterer. Sobald der gefunden ist, sind soweit alle Posten besetzt. So wurde mittlerweile auch ein Hausarzt, der zu Beginn noch gefehlt hatte, gefunden. Der Betrieb habe sich soweit ganz gut eingependelt, mein ein Sprecher der Betreuungsfirma ORS.

Die ORS Service AG, die Firma, die mit der Betreuung der Asylsuchenden im Flumenthaler Bundesasylzentrum beauftragt ist, sucht nach einem Caterer. Zwischen 50 und 250 Mittag- und Abendessen für die Asylsuchenden soll dieser täglich liefern können.

Da es sich dabei um eine Dienstleistung eines Drittanbieters handle, müsse sie ausgeschrieben werden, erklärt Lutz Hahn, Mediensprecher von ORS. Berücksichtigen würde man beim Entscheid unter anderem ein ausgewogenes Ernährungsangebot, den Preis, die örtliche Nähe und eine möglichst hohe Flexibilität. Vorerst wird ein Caterer für ein Jahr gesucht. Dazu Hahn: «Kurze Vertragslaufzeitenbringen haben den Vorteil, flexibler auf veränderte Bedürfnisse reagieren zu können.»

Eine Küche hat es – doch nicht zur Selbstversorgung

Das Zentrum hat selber eine Küche. Darin werden unter anderem das Frühstück zubereitet, die Mahlzeiten aufgewärmt und das schmutzige Geschirr gespült. Sämtliche Mahlzeiten selber zuzubereiten sei aus logistischen Gründen noch nicht möglich, so Hahn. Diese Möglichkeit werde aber laufend, auch in Zusammenarbeit mit dem Bund, geprüft. Weiter werden in der Küche Beschäftigungsprogramme für die Asylsuchenden angeboten: zum Beispiel Koch- oder Backkurse.

Sobald der Caterer gefunden ist, sind alle Aufgaben rund ums Asylzentrum verteilt. Einen Hausarzt, den man zu Beginn noch gesucht hatte, hat die ORS mittlerweile in der Region gefunden. Alle weiteren Betreuungsaufgaben werden von der ORS selber erbracht. «Der Betrieb läuft ohne grössere Probleme. Die Zusammenarbeit unseres Personals mit den anwesenden Mitarbeitenden des Bundes hat sich eingespielt», bilanziert Hahn.

Im Bundesasylzentrum in Flumenthal werden keine Verfahren durchgeführt. Es ist ein «Wartezentrum» für Asylsuchende, die sich entweder im Dublin-Verfahren befinden und darauf warten, in ein anderes Land überstellt zu werden, oder die einen negativen Asylentscheid haben und auf ihre Rückführung in ihr Heimatland warten, oder aber die sich in einem Rekursverfahren befinden. Eröffnet wurde das Zentrum vergangenen September, momentan befinden sich darin rund 50 Asylsuchende. Platz bietet es im Vollbetrieb für total rund 250 Personen.

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