Solothurn

Bürgerspital-Neubau steht vor der Inbetriebnahme – ein Restaurant gibt's erst später

Neubau Bürgerspital Solothurn

Neubau Bürgerspital Solothurn

Das neue Hauptgebäude des Bürgerspitals ist praktisch fertiggestellt. Wann es offiziell in Betrieb genommen wird, steht noch nicht fest. Was jetzt schon klar ist: Im Neubau wird es – vorerst – kein Restaurant für Patienten und Personal geben.

Wie so manches Ereignis fällt auch die feierliche Eröffnung des neuen Solothurner Bürgerspitals der Coronakrise zum Opfer – samt den Tagen der offenen Türe, die am 16./17. Mai hätten stattfinden sollen. «Zur Zeit ist nicht klar, wann und in welchem Rahmen eine offizielle Eröffnung stattfinden wird», sagt Andrea Affolter, Medienbeauftragte des Regierungsrates, auf Anfrage. Gleiches gelte für den Zeitpunkt der offiziellen Inbetriebnahme, der «noch nicht terminiert» sei.

Bisher keine Not-Unterbringungen nötig

Auch diesbezüglich spielt die Coronaproblematik eine zentrale Rolle: So lange noch immer mit allem zu rechnen ist und die bekannten Abstandsregeln gelten, kann vor Ort schwerlich eine grosse Sause stattfinden. Geschweige denn können Besucherströme durch den Neubau geführt werden. Zumal im Neubau vorsorglich Zimmer für «normal» erkrankte Patientinnen und Patienten hergerichtet worden sind, um bei einer rasanten Zunahme der Coronafälle für solche Patienten im Altbau Platz schaffen zu können. Ein Notstand, der aber bisher laut Rückmeldung der Solothurner Spitäler AG (soH) glücklicherweise nicht eingetreten ist – und hoffentlich nie eintreten wird.

Alles in allem sei das neue zentrale Bauwerk des 340-Mio.- Franken-Projekts praktisch vollendet, lässt Affolter verlauten: «Am 1. April wurde das Gebäude vom Hochbauamt an die soH zur Nutzung übergeben. Zur Zeit erfolgen noch geringfügige Fertigstellungsarbeiten.»

Provisorien bis neues Restaurant fertig ist

Und was ist mit dem hartnäckigen Gerücht, wonach vergessen worden sei, im Neubau ein Restaurant einzuplanen? «Das stimmt nicht», lautet Affolters Antwort sec: «Im Haus 1, das jetzt fertiggestellt ist, war nie ein Restaurant geplant. Dieses ist im Haus 2 vorgesehen.» Bis dieses zweite Gebäude steht, werden allerdings noch einige Jahre verstreichen. Zuvor nämlich muss dafür Platz geschaffen werden, indem das alte Bettenhochhaus zurückgebaut wird. Gemäss Planung des Hochbauamts ist dies für das nächste Jahr vorgesehen. Die zweite Bauetappe, mit Haus 2, soll dann ab 2024 in Angriff genommen werden.

Also eine veritable Durststrecke, die da auf Patientinnen und Patienten, Pflegende und Besuchende im Neubau zukommt. Verbunden mit längeren Wegen zum Restaurant im Altbau, das bis zur Fertigstellung von Haus 2 und des neuen Restaurants in Betrieb bleiben wird. Keine erfreuliche Perspektive gerade für geschwächte oder gehbehinderte Personen.
Andrea Affolter beschwichtigt, dass vorübergehende Alternativen geschaffen werden sollen: Bis zur Restaurant-Eröffnung im Haus 2 werde im Haus 1 «als provisorische Lösung ein Kiosk mit einem Take-away-Angebot eingerichtet», das allen offen stehe. Für Mitarbeitende sei zudem «ein provisorisches Gebäude mit Verpflegungsmöglichkeiten vorgesehen.» Beide Einrichtungen würden aus der soH eigenen Küche beliefert. Weiter soll laut Affolter «auf den Bettenstationen ein erweitertes Verpflegungsangebot für Patienten, Angehörige und Besucher bereitgestellt werden.
Was nach Fertigstellung von Haus 2 mit dem heutigen Spital-Restaurant geschehen wird, ist von der soH noch nicht definiert worden.

Autor

Urs Mathys

Urs Mathys

Meistgesehen

Artboard 1