Betrugsmasche
Nach vielen Anrufen eines falschen Polizisten: Kantonspolizei Solothurn hat einen Mann festgenommen

Rund um Solothurn wurden am Freitag zahlreiche Betrugsversuche per Telefon gemeldet. Am Nachmittag konnte die Kantonspolizei in der Stadt Solothurn einen Tatverdächtigen festnehmen. Die Polizei warnt erneut vor der Masche.

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Betrüger geben sich am Telefon als Mitarbeitende der Polizei aus – Opfer sind meist ältere Menschen. (Symbolbild)

Betrüger geben sich am Telefon als Mitarbeitende der Polizei aus – Opfer sind meist ältere Menschen. (Symbolbild)

Keystone

Am Freitag, 21. Januar, gingen bei der Polizei rund 20 Meldungen vorwiegend aus der Region rund um Solothurn über Betrugsversuche per Telefon ein. Die Betrüger gaben sich dabei jeweils als Mitarbeitende der Polizei aus und setzten die Angerufenen mit Lügen-Geschichten über Angehörige unter Druck. Diese seien beispielsweise in einen Unfall verwickelt, befänden sich in Haft oder im Spital. Dann folgten hohe Geldforderungen.

Glücklicherweise fiel nach derzeitigen Informationen niemand auf den Trick herein, wie die Kantonspolizei Solothurn mitteilt. Ähnliche Fälle seien derzeit in vielen anderen Kantonen bekannt. Im Laufe des Tages gelang es der Polizei dann, in Solothurn einen Mann festzunehmen. Der 28-jährige Pole steht in Verdacht, an den Betrugsversuchen beteiligt zu sein. Er befindet sich in Haft. Weitere Ermittlungen sind im Gang.

Jährlich mehrere Hundert Meldungen

Die Polizei rät dennoch erneut zur Vorsicht. Betrüger versuchen es mit neuen Maschen. Allein bei der Kantonspolizei Solothurn gehen jährlich mehrere Hundert Meldungen über Telefonanrufe in Zusammenhang mit dem sogenannten Polizeitrick ein. Die Dunkelziffer dürfte um ein Vielfaches höher liegen.

Beispiel des Polizeitricks.

Beispiel des Polizeitricks.

zvg / Kantonspolizei Solothurn

Bei der Masche geben sich Betrüger am Telefon meist als Mitarbeitende der Polizei (oder der Staatsanwaltschaft oder einer Bank) aus. Mit Geschichten über angebliche Einbrüche oder Angehörige in Not setzen sie die Angerufenen unter Druck. Sie bieten an, Bargeld und Wertsachen zu sicheren Aufbewahrung meist sofort entgegen zu nehmen.

Neu ist die Masche, dass Angehörige in einen Unfall verwickelt seien, sich in Haft oder im Spital befänden – dann folgen hohe Geldforderungen. Trotz umfangreicher Präventionsarbeit fallen meist ältere Menschen immer wieder auf diese oder ähnliche Maschen herein. (bey)

Das rät die Polizei:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn Sie durch eine Ihnen unbekannte Person angerufen werden.
  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und beenden Sie bei Zweifeln das Gespräch oder den Kontakt. Das ist nicht unhöflich, sondern dient Ihrem Schutz
  • Geben Sie keine Auskünfte über Ihre finanziellen Verhältnisse, Wertsachen oder Passwörter.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an Ihnen unbekannte Personen.
  • Melden Sie verdächtige Anrufe umgehend der richtigen Polizei in ihrer Region oder über die Nummer 117.
  • Informieren Sie sich und Ihre Angehörigen über Betrugsmaschen. Betrüger versuchen auf vielerlei Arten, an Ihr Geld zu gelangen. Sie passen sich an und wandeln ihre Tricks ab.

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