Coronapandemie

Berufsbildungszentren und Kantis nehmen Präsenzunterricht wieder auf – den Schwächsten zuliebe

Der Unterricht wird unter erschwerten Bedingungen stattfinden. (Archiv)

Der Unterricht wird unter erschwerten Bedingungen stattfinden. (Archiv)

Die Solothurner Kantonsschulen und Berufsbildungszentren nehmen den Präsenzunterricht ab dem 8.Juni wieder auf. Sie müssen jedoch auf gemischte Unterrichtsformen setzen.

Ab dem 8. Juni geht es in den Kantonsschulen und den Berufsbildungszentren im Kanton wieder los, die Schulzimmer sollen sich langsam wieder füllen. Das gab der Kanton am Donnerstag in einer Medienmitteilung bekannt. Dies, nachdem der Bundesrat am Vortag weitere Lockerungen der Schutzmassnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus bekannt gegeben hatte.

Die Berufs- und Kantonsschulen werden den Unterricht schrittweise wieder aufnehmen, so der Kanton in der Mitteilung. Schon Mitte Mai wurden die verschiedenen Schulleitungen damit beauftragt, Schutzkonzepte für die Schülerinnen und Schüler, aber auch für die Lehrpersonen und weitere Mitarbeiter zu erarbeiten. Wie der Unterricht in den verschiedenen Schulen aussehen wird, kann laut Bildungsdirektor Remo Ankli nicht allgemein beantwortet werden: «Wie wollen den Schulen keine Vorgaben machen, da sie ihre jeweiligen Möglichkeiten am besten kennen», so Ankli.

Die schwachen Schüler persönlich betreuen

Klar ist, dass die Schulen die Vorgaben des Bundesamtes für Gesundheit einhalten müssen. Sie müssen die Verhaltens- und Hygieneregeln konsequent umsetzen, und die Abstandsregeln müssen eingehalten werden: In einem Schulzimmer müssen alle Personen mindestens vier Quadratmeter Platz haben, zwischen den Schülerinnen und Schülern braucht es zwei Meter Abstand. Gerade in grossen Klassen ist das aber nicht immer möglich.

Um die Regeln des Bundesamtes für Gesundheit wirklich einhalten zu können, werden deshalb nicht alle gleichzeitig in die Schulzimmer zurückkehren. Die Schulen wollen deshalb auf «gemischte Unterrichtsformen» setzen, so der Kanton. Das bedeutet, dass ein Teil der Klassen nach wie vor daheim lernt, während die anderen in der Schule lernen.

Vorrang haben diejenigen Schüler, die in den letzten Wochen Schwierigkeiten damit hatten, daheim den Schulstoff zu bewältigen. «Es gibt Schülerinnen und Schüler, die in den letzten Wochen gelitten haben», erklärt Ankli. «Entweder, weil sie ohnehin Schwierigkeiten haben mit dem Schulstoff, oder aber deshalb, weil sie daheim unter schwierigen Bedingungen lernen mussten. Ihnen wollen wir schnell eine persönliche Betreuung ermöglichen.»

Zwar gebe es Kantone, die den Präsenzunterricht erst nach den Sommerferien wieder aufnehmen würden. «Im Kanton Solothurn konnten wir uns das aber nicht vorstellen», so Ankli. «Wir wollten diejenigen Schülerinnen und Schüler, die den Präsenzunterricht benötigen, nicht so lange warten lassen.»

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