Solothurn/Olten
«Belastungsgrenze überschritten»: Spitäler im Kanton brauchen personelle Hilfe

Die Belastungsgrenze auf den Intensiv- und Bettenstationen im Bürgerspital Solothurn und im Kantonsspital Olten ist wegen der Covid–19–Pandemie überschritten. Deshalb gibt es ab 21. Dezember 2020 Unterstützung durch die Privatklinik Obach und die Pallas Kliniken AG.

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Es braucht Personal auf der Intensivstation. (Themenbild)

Es braucht Personal auf der Intensivstation. (Themenbild)

Gaetan Bally / KEYSTONE

Seit Wochen werden im Kanton Solothurn sehr hohe Ansteckungszahlen mit steigender Tendenz verzeichnet. Das Bürgerspital Solothurn (BSS) und das Kantonsspital Olten (KSO) sind die einzigen Covid-19 - Behandlungszentren im Kanton Solothurn.

«Die Situation in den beiden Spitälern ist wegen der sehr hohen Zahl an Covid-19-Patientinnen und -Patienten äusserst angespannt», heisst es in einer Mitteilung der Staatskanzlei. Die Intensivstationen seien regelmässig vollständig belegt und das Personal sei seit langem bis über die Belastungsgrenze hinaus gefordert. «Eine Verbesserung der Situation ist nicht absehbar. Das pflegerische und ärztliche Personal muss dringend entlastet werden», heisst es weiter.

Solidarischer Beitrag

Auf Gesuch der soH hat das Gesundheitsamt des Kantons Solothurn in Absprache mit allen Spitalverantwortlichen entschieden, dass die Privatklinik Obach und die Pallas Kliniken AG vom 21. Dezember 2020 bis zum 17. Januar 2021 das Bürgerspital und das Kantonsspital Olten mit zusätzlichen personellen Ressourcen unterstützen. «Die Privatkliniken leisten damit einen solidarischen Beitrag zugunsten der Solothurner Bevölkerung.» Dazu wird der Betrieb der Privatkliniken ab Januar eingeschränkt

Mit dieser Unterstützung würden die beiden Spitäler wirkungsvoll entlastet und in der Bewältigung der grossen Herausforderungen in der Behandlung und Pflege unterstützt. Der Kanton löst mit dieser Massnahme die letzte Eskalationsstufe aus. "Wahlbehandlungen sind in den Spitälern der soH bereits eingeschränkt", konkretisiert David Kummer, vom kantonalen Fachstab Pandemie, auf Nachfrage. "Notfälle und dringende Operationen werden weiterhin in jedem Fall durchgeführt. Abhängig von der epidemiologischen Entwicklung und der Entwicklung der Auslastung wird sich diese Situation aber weiter zuspitzen."

Dazu heisst es in der Mitteilung: Wenn keine Verbesserung der epidemiologischen Situation eintritt, droht im Januar 2021 die komplette Einstellung der elektiven Behandlungen und Operationen in allen Spitälern des Kantons Solothurn. (sks)

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