«Kulturlandverlust»

Bauern entzünden Mahnfeuer wegen A1-Ausbau

Hier soll die Autobahn ausgebaut werden – auf Kosten von Landwirtschaftsland. (Archiv)

Hier soll die Autobahn ausgebaut werden – auf Kosten von Landwirtschaftsland. (Archiv)

Die Bäuerinnen und Bauern aus dem Gäu wollen am Mittwoch mit Mahnfeuern gegen den geplanten Sechsspur-Ausbau der Autobahn A1 im Gäu und gegen weitere Projekte, die viel Land benötigen, demonstrieren.

Grund dafür ist der drohende Kulturlandverlust. Die Gäuer Bäuerinnen und Bauern seien besorgt, inwieweit der A1-Ausbau sowie die Hochwasserschutzmassnahmen und weitere geplante Infrastrukturprojekte das Kulturland im Gäu bedrohen würden, schreiben sie in einer Mitteilung vom Montag. Die Mahnfeuer werden um 22.30 Uhr entzündet. 

Der A1-Ausbau, gegen den auch mehrere Bauern aus dem Gäu Einsprache erhoben haben, würde entlang der Fahrbahn Land in der Breite von sieben Metern wegnehmen. Die Bauern fordern, dass Flächenverluste auf eigenem Land ganz und auf Pachtland soweit möglich kompensiert werden. Sie sind zudem überzeugt, dass nur mit einer Güterregulierung die Nachteile erträglich gehalten werden können, «die durch den Ausbau der Autobahn für die bewirtschaftenden Landwirte entstehen».

Brief an Simonetta Sommaruga geplant

Es gehe nicht nur um den Autobahnausbau. «Wir wollen auch ganz allgemein auf den Kulturlandverlust hinweisen», sagt Bauernsekretär Peter Brügger. Dass jedoch der Autobahnausbau Land benötige und in der Folge des Ausbaus noch weitere grossflächige Projekte wie die Regionalen Arbeitszonen vorangetrieben werden könnten, sei unbestritten. Die Bauern wollen auch einen Brief an die zuständige Bundesrätin Simonetta Sommaruga schreiben. «Es ist uns ernst», sagt Brügger. (lfh)

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