So viel vorweg: Es gab für das Aktionariat nicht viel Erfreuliches zu vernehmen an der GV der Alpiq Holding AG, die, zusehends schmaler werdend, am Donnerstag im Trimbacher Mühlemattschulhaus stattfand. «Noch nicht einmal für einen Begrüssungskaffee und eine gescheite Ausschilderung ab Oltens Stadtmitte hats gereicht», so ein halb erboster Aktionär aus Bern am offiziellen Mikrofon.

Derselbe monierte übrigens auch den Umstand, dass die Dividende ausbleibe, während sich Geschäftsleitung und Verwaltungsrat fürstlich entlöhnen liessen. Er blieb mit dieser Wortmeldung nicht ganz wirkungslos: Lediglich noch gut 90 Prozent der Aktionärsstimmen (bei sonst schon fast an Nordkorea erinnernde Zustimmungsquoten von über 95 Prozent) votierten für die 8,4 Mio. Franken an Vergütungen für die Geschäftsleitung im Jahr 2018. 2016 hatte CEO Jasmin Staiblin knapp 1,9 Mio. Franken an Vergütungen erhalten.

«Die Alpiq segelt am eiskalten Wind.» So umschrieb Staiblin die wirtschaftliche Gegenwart des Stromriesen. Subventionierter Strom aus erneuerbaren Quellen macht der Alpiq noch immer das Leben schwer, ebenso ein Energieüberangebot, der starke Franken und ein zähes Wirtschaftswachstum. Für die nächsten fünf Jahre sei kein Licht am Horizont zu erkennen, so Staiblin und VR-Präsident Jens Alder einhellig.

Dank Devestitionen (Verkauf von Betrieben) konnte der Energieriese immerhin seine Nettoschulden auf jetzt noch 900 Mio. Franken massiv verringern. Das operative Reinergebnis 2016 lag mit 115 Mio. Franken knapp zweieinhalb mal so hoch wie im Jahr 2015; dies bei einem geringeren Nettoumsatz von noch 6,068 Milliarden Franken (-10 Prozent gegenüber dem Vorjahr).

Schliesslich kam der Kanton Solothurn noch zu einem neuen Vertreter im Alpiq-Verwaltungsrat. Zum Nachfolger für den zurücktretenden Solothurner Altregierungsrat Christian Wanner wurde Heinz Saner bestimmt; Ja-Stimmenanteil: 99,65 Prozent.