Die Gründe dafür sind vielfältig. So sagt Fabian Müller, Präsident der kantonalen VCS-Sektion: «Durch die Zersiedelung steigt das Verkehrsaufkommen immer weiter an, was negative Auswirkungen auf unsere Umwelt und unsere Lebensqualität hat.» Und Nicole Hirt, Präsidentin von Pro Natura Solothurn und Kantonsrätin (GLP), ergänzt: «Die Grundlage für die Biodiversität ist der Erhalt des Bodens.»

Entwicklung dokumentiert

CVP-Kantonsrat und Aviatik-Journalist Peter Brotschi meint: «Seit mehr als 40 Jahren sehe ich von oben, was mit der Schweiz passiert. Das Mittelland ist zu einem unansehnlichen ‹Biotop› aus Beton und Verkehrsachsen geworden. Da wehrt sich das grüne Herz selbst im bürgerlichen Politiker. So darf es nicht weitergehen.» Peter Brotschi wird morgen um 19 Uhr im Parlamentssaal in Olten präsentieren. Der Anlass ist kostenlos und alle Interessierten sind eingeladen.
Dem Komitee gehören auch viele Landwirte an. Einer dieser Landwirte ist alt Kantonsrat Hans Marti (SVP): «Die Zersiedelung ist unbedingt zu stoppen und das Land zu schützen. Wie das auch beim Wald vor über 100 Jahren geschehen ist. Denken wir dabei auch an unsere Nachkommen.»

Auch viele Architekten

Ebenfalls im Solothurner Komitee sind über ein Dutzend Architekten und Raumplaner vertreten, die sich für die Zersiedelungsinitiative aussprechen. Motiviert wurden diese durch einen offenen Brief von mittlerweile über 400 Berufskollegen, darunter auch prominente Vertreter wie Mario Botta oder Bernard Tschumi. Das Komitee wird von den Jungen Grünen koordiniert und wird unterstützt von den Grünen, SP, EVP, JUSO, Junge CVP, VCS, Pro Natura, vom Architekturforum Touringhaus Solothurn, dem Verein Masterplan Solothurn und der «Lebendigen Oltner Nachbarschaft». (szr)