Wangen an der Aare

65'000 Adventslichter erhellen das Hotel Al Ponte – «der Baumschmuck toppt einfach alles»

Das Hotel Al Ponte in Wangen a. A., dekoriert vom Geschäftsleiter. Die 3,3 Kilometer lange Lichterkette an der Linde vor dem Hotel ist sein neustes Schmuckstück.

Das Hotel Al Ponte in Wangen a. A., dekoriert vom Geschäftsleiter. Die 3,3 Kilometer lange Lichterkette an der Linde vor dem Hotel ist sein neustes Schmuckstück.

Im Advent strahlt das Hotel Al Ponte in Wangen an der Aare jeweils über die Autobahn A1. Der Chef dekoriert fast alles selber. Teil 1 unserer Serie «Advent im Alltag».

Frank Walker begann mit ein paar Leuchtsternen. Dann kamen Rentiere dazu. Und als «Gag» noch Rauchmaschinen, die künstlichen Schnee rieseln lassen. Vor rund zehn Jahren schmückte der Geschäftsleiter des «Al Ponte» in Wangen an der Aare sein Hotel neben der A1 zum ersten Mal mit Weihnachtsbeleuchtung. Im Laufe der Jahre kamen immer mehr Leuchtelemente dazu. Mittlerweile strahlt das ganze Hotel über die Autobahn. 

Letztes Jahr habe er sich gedacht, dass er endgültig genug Dekoration habe, so Walker. Sein Blick wandert zu der grossen Linde vor dem Hotel. Äste und Stamm sind mit einer Lichterkette eingewickelt. Aber dann habe er diesen «Baumschmuck» entdeckt. «Und der toppt einfach alles.» So hat Walker diesen Herbst auch noch die Linde von Baumpflegern schmücken lassen. Eine Woche Arbeit, 3,3 Kilometer Lichterkette, 25'000 Leuchten. Zusätzlich zu den 40'000 Lichter, die das Hotelgebäude schmücken.

Alles selbst installier

Die Weihnachtsbeleuchtung sei fast schon sein Hobby, erzählt der Hotelleiter. Jeden Herbst steigen er und seine Frau aufs Dach, stellen Kerzen und Tannen aus Leuchtröhren auf und umrahmen das Dach mit Lichterketten. Das sei schon aufwendig, sagt Walker. «Aber es macht Spass.» Mitte Oktober beginnt das grosse Dekorieren.

Am 11. November dieses Jahr hat er die Beleuchtung zum ersten Mal eingeschaltet und mit einem Apéro eingeweiht. Seither leuchtet das Hotel täglich von 16.45 Uhr bis Mitternacht und ab 5.45 Uhr nochmals für zwei Stunden. «Las Vegas in Wangen an der Aare», schreibt ein Hotelgast im Internet über die Wirkung der Weihnachtsbeleuchtung.

Die Dekoration ziehe sicherlich Gäste an, sagt Walker. Manchmal kämen auch Leute, nur um die Beleuchtung zu fotografieren. Sogar an diesem Nachmittag knipst eine Frau das Rentier über dem Hoteleingang – obwohl es noch gar nicht leuchtet. Er schmücke sein Hotel aber nicht primär, um Gäste anzulocken, sagt Walker. Sondern, weil ihn das Licht fasziniere.

Stören würde das niemanden, Reklamationen habe er noch keine zu hören gekriegt. Dafür Sprüche zum Thema Stromverbrauch – im Sinne von: «Du hast wohl ein AKW hinter dem Hotel stehen!» Dabei verbrauche der Pizzaofen im Restaurant doppelt so viel Strom wie die Weihnachtsbeleuchtung, sagt Walker. Diese frisst 4kW pro Stunde. Das macht etwa 4 Franken für 10 Stunden Beleuchtung am Tag.

Keine Dekoration zu Hause

Als Hotelleiter habe er nicht gerade wenig zu tun, erzählt Walker schmunzelnd, gerade im letzten Jahresviertel. Die letzten Seminare finden statt und danach jede Menge Weihnachtsessen. Über die Festtage bleibt das «Al Ponte» geschlossen. «Das ist eine entspannte Zeit», erzählt Walker.

Es ist auch die einzige Zeit des Jahres, in der er mehrere Tage hintereinander wirklich zu Hause bleibt und nicht spontan noch ins Geschäft gerufen wird. Die Beleuchtung im Hotel lässt er für Schaulustige über die Festtage eingeschaltet. Dafür habe er bei sich zu Hause nicht auch noch dekoriert.

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