Solothurner Regierung
SVP und FDP gehen in zweiten Wahlgang – CVP entscheidet am Dienstag

Am Wahlsonntag wurden die drei bisherigen Mitglieder des Solothurner Regierungsrats wieder gewählt. Offen ist, wer Sitz 4 und 5 belegt. Klar ist am Montag: SVP und FDP werdens versuchen; die CVP informiert am Dienstag.

Noëlle Karpf
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Blicken zuversichtlich Richtung 2. Wahlgang: Richard Aschberger (l) und Parteipräsident Christian Imark, beide SVP.

Blicken zuversichtlich Richtung 2. Wahlgang: Richard Aschberger (l) und Parteipräsident Christian Imark, beide SVP.

Tom Ulrich

Remo Ankli (FDP), Brigit Wyss (Grüne) und Susanne Schaffner (SP): Sie habens im ersten Anlauf geschafft. Am vergangenen Wahlsonntag haben sie die Wiederwahl in den Regierungsrat geschafft. Von den neu angetretenen Kandidierenden ist dies niemandem gelungen. Zur Erinnerung: Sandra Kolly-Altermatt (CVP), Thomas A. Müller (CVP), Peter Hodel (FDP) und Richard Aschberger (SVP) kandidierten ebenfalls.

Der SVP-Kandidat aus Grenchen landete - wenig überraschend - mit 25 453 Stimmen auf dem letzten Platz. Er nahm das am Sonntag ziemlich gelassen und erklärte auch schon, er würde sich für den zweiten Wahlgang zur Verfügung stellen. Das hat die Parteileitung am Montagabend einstimmig beschlossen. Aschberger sei der einzige Kandidat aus der Region Grenchen, der einzige Unternehmer - und der einzige SVP-ler, begründet Parteipräsident Christian Imark den Entscheid. «Wir sind nun die zweitstärkste Fraktion im Kantonsrat - und wir gehören auch in die Regierung.»

In die Exekutive will auch die FDP: 32 250 Stimmen holte Peter Hodel aus Schönenwerd. Er sollte für die FDP einen zweiten Sitz in der Regierung dazu gewinnen. Den ganzen Wahltag lang lieferte sich Hodel ein Kopf an Kopf Rennen mit dem CVP Kandidaten - Thomas A. Müller kam auf 32 536 Stimmen - welches der FDPler schliesslich knapp verlor. Natürlich wäre er lieber auf Platz 5 gelandet, erklärte er am Wahlsonntag. Damit gerechnet, dass er im ersten Wahlgang gewählt wird, habe er aber nicht. Klar war schon am Sonntag, dass es die FDP wieder versucht - das gab sie am Montagabend dann auch bekannt. Auf Facebook postete die Partei: «Der Parteivorstand der FDP.die Liberalen Kanton Solothurn hat einstimmig entschieden, Peter Hodel in den zweiten Wahlgang zu schicken.»

Die SVP darf doch

Für einen Augenblick herrschte Verwirrung: Es hiess, die SVP dürfe nicht in den zweiten Wahlgang, weil Aschberger nicht 10 Prozent aller Stimmen geholt habe. Eine 10 Prozent-Marke gibt es zwar in Bezug auf zweite Wahlgänge. Diese bezieht sich aber nicht auf die Anzahl Stimmen, sondern die Anzahl gültiger Wahlzettel. Aschberger hat diese bei Weitem geknackt. (nka)

Die CVP will zwei Sitze verteidigen

Und was macht die CVP? Diese will doch schliesslich «ihre» beiden frei gewordenen Sitze verteidigen. Gelungen ist das noch nicht, auch wenn Sandra Kolly-Altermatt am Wahlsonntag nicht viel gefehlt hat. 37 506 Stimmen holte die Neuendörferin - das absolute Mehr lag bei 38 980. Dass die Mittepartei Kolly-Altermatt und Müller ebenfalls in den zweiten Wahlgang schickt, ist eigentlich keine Frage. Offiziell ist es aber noch nicht, laut Parteisekretär wird die Partei am Dienstagabend, nach der Delegiertenversammlung, informieren.

Der zweite Wahlgang findet am 25. April statt.

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