Kunst

Was die Besucher in diesem Jahr im Grenchner Kunsthaus erwartet

Im Kunsthaus Grenchen stellen dieses Jahr unter anderen Uwe Wittwer und Carmen Perrin aus.

«Neben der bereits zur Tradition gewordenen Ausstellung ‹Impression› (Ausschreibung im Frühjahr, Start am 15. Dezember 2019), welche einen Überblick bietet über das aktuelle druckgraphische Schaffen in der Schweiz, werden zwei grosse Einzelausstellungen zu sehen sein», blickt das Kunsthaus Grenchen in seinem neuen Jahresprogramm voraus.

Uwe Wittwer wird vom 24. März bis 26. Mai neben einer neuen Werkgruppe Gemälde, Aquarelle und Inkjetprints aus den letzten 10 Jahren präsentieren, die bisher ausschliesslich im Ausland zu sehen waren. Wittwer (*1954, Zürich) ist einer der bedeutendsten Maler der Schweizer Gegenwartskunst.

Uwe Wittwer, «Schlacht nach Uccello», 2013, Öl auf Leinwand.

Uwe Wittwer, «Schlacht nach Uccello», 2013, Öl auf Leinwand.

Sein figuratives Werk kreist «um die grundlegenden Fragen nach dem Wesen des Bildes und nach dem Zusammenhang von Bild und Erinnerung», wie das Kunsthaus schreibt. Nach zahlreichen Ausstellungen in Europa ist die Einzelausstellung im Kunsthaus Grenchen seit zehn Jahren die erste Museumspräsentation von Uwe Wittwer in der Schweiz. Zur Ausstellung erscheint eine Publikation in Form eines Lesebuches.

Vom 30. Juni bis 22. September wird die bolivianisch-schweizerische Künstlerin Carmen Perrin Einblick geben in ihr Schaffen, das sowohl eine raumspezifische Installation wie auch Zeichnungen, Objekte und Videos umfassen wird. Perrin (*1953 La Paz), lebt und arbeitet in Genf und ist bekannt für ihre Skulpturen, Objekte, Installationen, Interventionen im öffentlichen Raum und ihre Projekte zusammen mit Architekten.

«In ihren autonomen Objekten verbindet sie klassische Fragen der Skulptur ... mit Fragen nach der Kraft als unabdingbares Element des Lebendigen und der Suche nach den Möglichkeiten, diese Kräfte sichtbar zu machen.»

In der Reihe «20m2 – Fenster ins Atelier» wird Aline Stalder, welche jüngst vom Kanton Solothurn mit dem Atelierstipendium für Paris ausgezeichnet worden ist, neuste Arbeiten zeigen. In der Ausstellungsreihe bietet das Kunsthaus Grenchen jungen Kunstschaffenden aus dem Kanton Solothurn eine Plattform zur Präsentation eines oder mehrerer Werke. Die Ausstellungen werden jeweils parallel zu den Hauptausstellungen im Marti-Schenk-Kabinett der Villa Girard präsentiert. Start ist am 14. Dezember 2019.

Letzte «Intervention»

Als letzte Aktivität, die auf das vergangene Jubiläumsjahr 10 Jahre Kunsthaus-Erweiterung verweist, wird das dritte und letzte Siegerprojekt, das aus dem Wettbewerb hervorgegangen ist, ab 4. April präsentiert. Thomas Woodtlis Intervention lässt durch ein raffiniertes Spiel mit Fotomontagen den Eindruck entstehen, das Kunsthausfoyer sei in Wirklichkeit ein Container. «Zudem freuen wir uns, einmal mehr die Ausstellung der Architekturauszeichnungen des Kantons Solothurn 2019 zu Gast zu haben, welche alle drei Jahre vergeben werden», schreibt das Kunsthaus. Diese Werkschau wird vom 7. bis 17. November zu sehen sein. (at.)

Die nächsten Aktivitäten im Kunsthaus: Mittwoch, 16. Januar 2019, 19 Uhr: Lesung mit der Autorin Kathy Zarnegin (Anlass von Granges Mélanges); Mittwoch, 30. Januar, 18.30 Uhr: Gespräch mit der Künstlerin Lina Müller; Mittwoch, 6. Februar, 18.30 Uhr: Geführter Rundgang durch die aktuellen Ausstellungen mit Claudine Metzger, Künstlerische Leiterin Kunsthaus Grenchen. Das Kunsthaus bietet auch individuelle Führungen an sowie Projekte für Schulen.

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