Bern

Uni will nur 30 Meter hoch bauen

Plan des Länggass-Quartiers mit den verschiedenen Uni-Gebäuden. Bild: Uni Bern/zvg

Plan des Länggass-Quartiers mit den verschiedenen Uni-Gebäuden. Bild: Uni Bern/zvg

Vertreter von Kanton und Universität Bern informierten an der Delegiertenversammlung der Quartierkommission Länggasse-Engehalbinsel (QLE) zum aktuellen Stand der Planung bei der Uni Muesmatt.

Gestern Abend informierten Vertreter von Kanton und Universität Bern zum aktuellen Stand der Planung bei der Uni Muesmatt, wie aus einer entsprechenden Medienmitteilung hervorgeht. Es gehe vorwärts und der Wettbewerb könne dieses Jahr ausgeschrieben werden, er nehme explizit Anliegen aus dem Länggass-Quartier auf, heisst es in der Mitteilung. «Das Muesmatt-Areal wird auch weiterhin mit Rücksicht auf das Quartier gestaltet werden», sagte Beat Keller, Abteilungsleiter Immobilienmanagement Bildung-Immobilien und Vertreter des Kantons, bei der Vorstellung der nächsten Planungsschritte für den künftigen Ausbau der Uni Muesmatt.

Testplanung und Workshops

Der Ausbau basiert auf der Testplanung für das Areal aus dem Jahr 2016. Damals fanden Workshops statt, an denen interessierte Bewohnerinnen und Bewohner Anliegen aus dem Quartier einbringen konnten. Die Erkenntnisse aus der Testplanung sowie die Ergebnisse aus den Workshops wurden in Zusammenarbeit mit Vertretern der Stadt Bern in einem Entwicklungsplan zusammengefasst. Anliegen seitens der Stadt Bern und aus dem Quartier wurden als städtebauliche Leitsätze für den geplanten Ausbau auf dem Muesmatt-Areal formuliert. Sie sind Teil des Entwicklungsplans, der nun als Grundlage für den Architekturwettbewerb dient, der bis Anfang 2020 ausgeschrieben werden kann. An der Stossrichtung zur Planung der Uni Muesmatt habe sich nichts verändert, heisst es weiter: Auf dem Muesmatt-Areal soll ein moderner Standort für die Naturwissenschaften an der Universität Bern entstehen. «Wir möchten hier zukunftsfähige bauliche Voraussetzungen für hochstehende Forschung und Ausbildung in den Naturwissenschaften realisieren», sagte Susanna Krähenbühl, Abteilungsleiterin Bau und Raum der Universität Bern. In den heutigen veralteten Räumen könne dieses Ziel mittelfristig nicht mehr erreicht werden. 

Gute Neuigkeiten fürs Quartier

Der gut besuchte Informationsabend in der Matthäus-Aula brachte verschiedene erfreuliche Neuigkeiten für die Quartierbevölkerung. So sollen unter anderem die Gebäude, die in einem ersten Schritt in der Mitte des Muesmatt-Areals gebaut werden, nicht mehr maximal 40 Meter, sondern neu maximal 30 Meter hoch werden. Weiter ist in der ersten Bauetappe anstelle der ursprünglich geplanten Auto-Einstellhalle eine unterirdische Parkierung für ca. 600 Velos geplant. Vertreter der Länggasse sollen zudem als Experten bei der Beurteilung der Wettbewerbsbeiträge teilnehmen, heisst es weiter.

Das Muesmattareal ist einer der vier räumlichen Schwerpunkte für die zukünftige Entwicklung der Universität Bern. Einige Gebäude auf dem Areal sind stark sanierungsbedürftig und können weder den nötigen Platz noch zeitgemässe Infrastrukturen für Lehre und Forschung bieten, heisst es in der Mitteilung. Konkret soll in einem ersten Schritt in der Arealmitte entlang der Gertrud-Woker-Strasse ein Neubau für die Naturwissenschaften entstehen. In einem zweiten Schritt wird das Chemie-Gebäude an der Freiestrasse abgebrochen. (om)

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