Grenchen

Swisscom hält an Abbruch der drei Telefonzellen fest

Die Telefonzelle beim Postplatz verschwindet.

Die Telefonzelle beim Postplatz verschwindet.

Der Protest der Stadt Grenchen gegen die Abschaffung der drei Telefonkabinen hat nichts gebracht. Die Swisscom bleibt dabei: Die Publifone gehören nicht zur Grundversorgung.

Die Swisscom hatte die Stadt über die geplante Stilllegung und den Abbruch von drei Telefonkabinen orientiert. Per Ende März sollen drei Sprechstellen am Marktplatz, bei der Migros und beim Postplatz ausser Betrieb genommen werden.

Die Stadt hatte anschliessend gegen diese Pläne bei der Swisscom protestiert. Den andauernden Abbau des Service public werde man nicht kommentarlos hinnehmen, sagte Stadtpräsident François Scheidegger und protestierte bei der Swisscom gegen die Abbaupläne. Dies im Bewusstsein, dass Grenchen am kürzeren Hebel sitzt, da die drei fraglichen Telefone nicht zur Grundversorgung gehören.

Genau auf diesen Punkt verweist die Swisscom, die jetzt auf das Schreiben der Stadt reagiert hat. «Diese Telefonkabinen ... sind nicht Bestandteil der Grundversorgung.» Diese werde mit fünf weiteren Sprechstellen auf dem Stadtgebiet erbracht, welche noch bis Ende 2018 zur Grundversorgung betrieben werden müssen.

Danach ist die Swisscom auch dazu nicht mehr verpflichtet. «Bei den von uns gekündeten Kabinen lässt sich unseres Erachtens kein relevantes Bedürfnis der Einwohnerinnen und Einwohner am weiterbetrieb der der Publifone ausmachen.»

Sie verweist auf billigen Mobilfunk, Alterung der Geräte und Vandalismus. Nach Ansicht der Swisscom mache es «weder Betriebs- noch volkswirtschaftlich Sinn, Infrastrukturen am Leben zu halten, die praktisch nicht mehr benutzt werden.» (at.)

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