Grenchen

«Samichlous, du liebe Maa ...» – die Grenchner Chläuse sind los

Gestern wurden in der Eusebiuskirche die Grenchner Samichläuse ausgesandt – sie besuchen heute und morgen die Familien zu Hause.

Pünktlich um 17 Uhr betraten sieben festlich gekleidete Samichläuse mit ihren Helfern die
Eusebiuskirche, die fast bis in die hinterste Reihe besetzt war. Viele Kinder, begleitet von ihren Müttern, Vätern, Grosis oder Gotten, verfolgten das Geschehen mit grossen Augen.

Majestätisch schritt der Ober-Samichlaus voran und begrüsste einige Kinder persönlich. Theo Heiri, der die Aussendung und die Familienbesuche zusammen mit rund 80 Helfern organisierte, moderierte den Anlass. «Was isst der Samichlaus wohl am Liebsten?», so die Frage des Moderators. «Doch sicher nicht nur Nüssli und Mandarindli?». Nein, vielleicht auch Mandarinen-Crème, Schoggi und andere Süssigkeiten, die er üblicherweise an die Kinder verteilt. «Oder ist vielleicht doch Schnitzel mit Pommes frites seine Leibspeise?». Die Kinder konnten miträtseln, aber bei den Vorschlägen Döner, Kebab und Hamburger hielt sich die Begeisterung der Chläuse in Grenzen.

Die Geschichte vom Schneemann

Der Ober-Samichlaus erzählte den Kindern anschliessend die Geschichte vom Schneemann, der doch so gerne einmal in seinem Leben Blumen sehen wollte. Nach langer Suche findet er sie auch – in einer Gärtnerei. Ihm wird ganz wohlig warm ums Herz, er schläft mitten in den Blumen glücklich ein – und schmilzt an der Wärme. Doch am nächsten Tag findet der Gärtner seine Reste und Buben bauen ihm einen neuen Körper, geschmückt mit Blumen. Manchmal braucht es eben wenig, um das Glück zu finden.

Ein Chor aus Dritt- und Viertklässlern aus dem Eichholzschulhaus unter der Leitung von Barbara Zoss und Susanne Schaller umrahmte die Feier musikalisch. Dann durften die Kinder dem Samichlaus ihr Verslein aufsagen und nach dem Auszug aus der Kirche gab es für jedes Värsli die begehrten Nüssli und Süssigkeiten. Das Gedränge vor der Kirche war gross, denn viele Kinder wollten ihr Sprüchlein darbieten. Und die Eltern – schliesslich leben wir in einer modernen Welt – wollten das Ganze auf ihren Smartphones festhalten.

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